Zusätzliche persönliche schutzausrüstung

Herzlich willkommen!

Persönliche Schutzmaßnahmen

Ein wesentlicher Beitrag für Ihre Gesundheit!

Sie wollen sich im Labor mit einer wirksamen persönlichen Schutzausrüstung schützen?

In diesem Lernprogramm erfahren Sie

  • welche PSA im Labor zur Mindestausstattung gehört,
  • welche zusätzlichen Maßnahmen wann zu ergreifen sind
  • und wie Sie Ihre Haut schützen und pflegen.

Investieren Sie 10 Minuten Zeit. Es lohnt sich.

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Die PSA erfüllt eine Schutzfunktion.

Sie ergänzt Ihre Arbeitskleidung.

Sie wird ggf. durch zusätzliche Schutz­ausrüstung ergänzt.

Dieses Lernprogramm informiert Sie über

  • die unterschiedliche PSA
  • wann welche Ausrüstung zum Einsatz kommt.
  • Schutzmaßnahmen in Biolaboren werden nicht erläutert.

Investieren Sie 10 Minuten Zeit.

  • Persönliche Schutz-Ausrüstung wird abgekürzt mit PSA.
  • Erst die Arbeitskleidung als Grundausstattung in Kombination mit einer zusätzlichen PSA bietet eine wirksame Schutzfunktion.
  • Zusätzliche persönliche Schutzausrüstungen können bei bestimmten Tätigkeiten vorgeschrieben sein.
  • Die Bearbeitungszeit des Themas PSA im chemischen Labor beträgt ca. 10 Minuten.

PSA? Wie bitte? Wenn Sie neu im Labor sind und ein Kollege diesen Begriff verwendet, werden Sie ihn vielleicht fragend anschauen, was er mit dieser Abkürzung meint.

Für "alte Hasen" ist jedoch sofort klar: PSA gleich persönliche Schutzausrüstung.

Wie der Name schon sagt: Die PSA soll Sie persönlich – z.B. Ihren Körper, Ihre Augen oder Ihre Hände – vor eventuellen Gefährdungen im Labor schützen.

Sie ergänzt Ihre Arbeitskleidung, die sozusagen die Grundausstattung darstellt.

Wenn Sie Tätigkeiten ausüben, die mit einer besonderen Gefährdung einhergehen, kann es notwendig sein, die obligatorische PSA mit zusätzlichen Ausrüstungsgegenständen zu ergänzen.

Im folgenden Lernprogramm erfahren Sie, welche unterschiedlichen persönlichen Schutzausrüstungen es gibt und wann welche Ausrüstung zum Einsatz kommt. Schutzmaßnahmen, die in Biolaboren zu berücksichtigen sind, werden hier nicht angesprochen.

Investieren Sie ein wenig Zeit – ca. 10 Minuten – in Ihren persönlichen Gesundheitsschutz! Es lohnt sich.

Persönliche Schutzausrüstung

Im Dienst für die Feuerwehr sind unsere Einsatzkräfte ständig hohen Risiken ausgesetzt. Um diese Risiken zu minimieren wurde spezielle Schutzausrüstung in den Feuerwehren eingeführt.

Die Schutzausrüstung soll vor mechanischen und thermischen Einwirkungen schützen. Die Anforderungen an die Schutzkleidung sind von den Unfallkassen der Feuerwehren in den jeweiligen Unfallverhütungsvorschriften festgelegt. Des Weiteren wurde von den Unfallkassen festgelegt wann die Schutzausrüstung zu tragen ist.

In Bayern gilt die Unfallverhütungsvorschrift für Feuerwehren (GUV-V C 53), herausgegeben von der Kommunalen Unfallversicherung Bayern bzw. der Bayerischen Landesunfallkasse. Diese regelt in §12 die Persönliche Schutzausrüstung. Im Folgenden ein kurzer Auszug:

§ 12. (1) Zum Schutz vor den Gefahren des Feuerwehrdienstes bei Ausbildung, Übung und Einsatz müssen folgende persönliche Schutzausrüstungen zur Verfügung gestellt werden:

2. Feuerwehrhelm mit Nackenschutz

§ 12. (2) Bei besonderen Gefahren müssen spezielle persönliche Schutzausrüstungen vorhanden sein, die in Art und Anzahl auf diese Gefahren ab-

Unsere Standard-Einsatzbekleidung besteht aus den folgenden Elementen:

Feuerwehrhelm Heros der Firma Rosenbauer, welcher höchsten technischen und funktionellen Anforderungen gerecht wird (neben der praktischen Erfahrung u.a. durch die Einhaltung der wichtigsten ISO- und EN-Normen belegt). Mit leistungsstarker Helmlampe und zwei integrierten Visieren sind wir für jeden Einsatz bestens ausgerüstet und geschützt.

Überjacke Responder der Firma S-Gard, welche speziell für die technische Hilfe, für Verkehrsunfälle, Such- und Bergungseinsätze sowie den Katastrophenschutz entwickelt wurde und durch die Verwendung von feuerfestem Nomex-Material und der GORE-TEX Nässesperre eine ausgezeichnete Einsatzbekleidung darstellt.

Latzhose Bayern 2000 von HF Sicherheitsbekleidung, welche Teil der Standard-Einsatzbekleidung Bayerns ist und mit ihrem funktionellem Schnitt und der Materialwahl alle gängigen Anforderungen erfüllt.

Handschuhe Supporter II von Seiz, die mit höchstem Schnittschutz und Knöchelprotektoren die erste Wahl bei THL-Einsätzen darstellen.

Stiefel Firefighter Gore 2 vom Hersteller Steitz Secura, die mit durchtrittsicherer Stahlzwischensohle, Stahlkappe und der hohen Wasserdichte bei gleichzeitig hohem Tragekomfort ein schnelles und sicheres Arbeiten am Einsatzort gewährleisten

Persönliche Schutzausrüstung

Viele berufliche Tätigkeiten machen den Einsatz von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) notwendig. Obwohl PSA schützt, kommt es durch die Verwendung oftmals zu einer zusätzlichen Belastung der ArbeitnehmerInnen. Als persönliche Schutzausrüstung gilt jede Ausrüstung, die dazu bestimmt ist, von den ArbeitnehmerInnen benutzt oder getragen zu werden, um sich gegen eine Gefahr für ihre Sicherheit oder Gesundheit bei der Arbeit zu schützen sowie jede mit demselben Ziel verwendete Zusatzausrüstung.

Persönliche Schutzausrüstungen sind in folgende Arten unterteilt:

  • FuГџ- und Beinschutz
  • Kopf- und Nackenschutz
  • Augen- und Gesichtsschutz
  • GehГ¶rschutz
  • Hand- und Armschutz
  • Hautschutz
  • PSA gegen Absturz, Ertrinken und Versinken
  • Atemschutz
  • Schutzkleidung

SchutzausrГјstung festlegen

PSA ist das letzte Mittel zum Schutz der Beschäftigten und daher nur dann einzusetzen, wenn alle technischen und organisatorischen Maßnahmen ausgeschöpft sind und trotzdem immer noch ein Restrisiko besteht. Welche Schutzausrüstung im jeweiligen Fall auszuwählen ist, wird im Zuge der „Arbeitsplatzevaluierung“ festgelegt. Bei der Auswahl ist zu beachten, dass die CE-Kennzeichnung angebracht und Verwenderinformationen vorhanden sind. Die PSA muss natürlich Schutz gegenüber dem jeweiligen Risiko bieten sowie für die am Arbeitsplatz gegebenen Bedingungen geeignet sein. Außerdem muss sie den ergonomischen und gesundheitlichen Erfordernissen der AnwenderInnen entsprechen.

Tragekomfort

Das Tragen der Schutzausrüstung stellt eine zusätzliche Belastung für die betroffenen ArbeitnehmerInnen dar. Daher ist es wichtig, dass die Schutzausrüstung neben ausreichendem Schutz auch optimalen Tragekomfort gewährleistet. Beim Ankauf von PSA sollte daher vor allem auf Qualität geachtet werden. Wenig bekannt ist beispielsweise immer noch dass es PSA mit eigener Passform für Frauen gibt. Es ist jedoch bekannt, dass unbequeme oder unästhetische PSA von den Beschäftigten nicht gut angenommen wird. Neben dem Kauf ungeeigneter oder falscher PSA können Abnutzung, mangelnde Pflege oder Reinigung beziehungsweise Wartung, das Alter, das überschrittene Verfalldatum oder die unsachgemäße Handhabung die Schutzwirkung der PSA beeinträchtigen oder reduzieren. In der betrieblichen Praxis ist daher vermehrt darauf zu achten, dass der Austausch gebrauchter oder abgenutzter PSA gegen neue rechtzeitig vor jeglichen Funktionsbeeinträchtigungen erfolgt.

Auf Kosten des Arbeitgebers

Ist das Tragen von PSA erforderlich, muss diese von den ArbeitgeberInnen auf ihre Kosten zur Verfügung gestellt werden. Es muss auch für Ersatz bei Beschädigung und für regelmäßige Wartung entsprechend der Herstellerangaben gesorgt werden. Auch die Reinigung muss sichergestellt sein. ArbeitnehmerInnen sind verpflichtet, die von ArbeitgeberInnen festgelegte Schutzausrüstung auch wirklich zu verwenden. Sie dürfen ein widersprechendes Verhalten der ArbeitnehmerInnen nicht dulden. Da die PSA für den persönlichen Gebrauch bestimmt ist, muss jeder/-m Beschäftigten eine eigene Schutzausrüstung zur Verfügung gestellt werden. Erfordern die Umstände eine Benutzung durch verschiedene Personen, so sind entsprechende Reinigungs- und Hygienemaßnahmen zu setzen damit sich für die verschiedenen Benutzer keine Gesundheitsprobleme ergeben.

Unterweisung am Arbeitsplatz ist Pflicht

Ein wichtiges Mittel zur Vermeidung von Unfällen und Gefahren ist die Unterweisung. Sie informiert über die Funktion und die richtige Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung. Die Unterweisung ist vorwiegend als Schulung für den konkreten Arbeitsplatz bzw. Aufgabenbereich der ArbeitnehmerInnen zu verstehen. Diese sind im Falle von PSA-Tragepflicht darüber zu unterweisen, wo und wie beispielsweise persönlicher Gehörschutz richtig getragen wird. Beispielsweise zur sicheren Verwendung von gefährlichen Arbeitsstoffen. Für den Einsatz der dazugehörigen persönlichen Schutzausrüstung (Handschutz, Hautschutz, Atemschutz, Schutzbrille, usw.) ist vor Beginn der Arbeiten eine Unterweisung vorzunehmen. Dadurch soll in Folge ein richtiges Agieren der ArbeitnehmerInnen sichergestellt werden. Die Unterweisung muss arbeitsplatzbezogen und dem Erfahrungsstand entsprechend sein. Die Unterweisung muss in regelmäßigen Abständen erfolgen. Entsprechend der Verordnung Persönliche Schutzausrüstung sind ArbeitnehmerInnen im Normalfall einmal jährlich zu informieren und zu unterweisen. Die Unterschiede und Ausnahmen der einzelnen Kategorien von PSA sind hier jedoch zu beachten.

Beteiligungsrechte

Betriebsräte, Personalvertretungen und Sicherheitsvertrauenspersonen sind wichtige Mitspieler im betrieblichen ArbeitnehmerInnenschutz. Der Betriebsrat ist verpflichtet, die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben an den Arbeitgeber hinsichtlich ArbeitnehmerInnenschutz und Gesundheitsschutz zu überwachen. Sicherheitsvertrauenspersonen (SVP) sind spezielle „Arbeitnehmervertreter mit einer besonderen Funktion auf dem Gebiet der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz. Da sie direkt an den Arbeitsplätzen tätig sind oder von Kollegen über bestehende Probleme informiert werden, sind sie das Sprachrohr der ArbeitnehmerInnen. Sie sind gefordert diese Informationen weiterzuleiten um damit eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu erreichen. Betriebsrat, ArbeitsmedizinerIn und die Sicherheitsfachkraft sind bei der Auswahl der PSA einzubeziehen. Ist im Betrieb kein Betriebsrat eingerichtet, sind stattdessen die Sicherheitsvertrauenspersonen bei der Auswahl der persönlichen Schutzausrüstung zu beteiligen.