Was macht die prostata wikipedia

Was ist die Prostata?

Die Prostata ist eine Drüse mit Ausführungsgängen, die in die Harnröhre münden. Sie produziert ein Sekret, das bei der Ejakulation in die Harnröhre abgegeben wird und sich dort mit den Spermien vermischt. Das Prostatasekret macht etwa 30 % des Ejakulates aus. Da in der Vagina zum Schutz vor Infektionen ein saures Milieu herrscht, erhöht das Prostatasekret mit seinem alkalischeren pH-Wert von 6,4 die Überlebenschancen der Spermien. Außerdem unterstützt das Prostatasekret die Beweglichkeit der Spermien. Bei der Ejakulation kommt es zu rhythmischen Kontraktionen der Prostata. Dies trägt einen wesentlichen Teil zur Orgasmusempfindung bei. Durch eine Zusammenziehung des Blasenhalses verhindert sie auch den Rückstoß des Ejakulats in die Blase. In den Epithelzellen der Prostata wird das prostataspezifische Antigen (PSA) gebildet . Dieses Enzym macht das Ejakulat dünnflüssiger. Das PSA ist ein wichtiger Blutwert, um Prostataerkrankungen, insbesondere den Prostatakrebs, einzustufen.

Prostataerkrankungen

Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist eine gutartige Vergrößerung der Prostata, die zu einer Harnabfluss-Störung führen kann. Prostatakrebs (Prostatakarzinom) nennt man einen bösartigen Tumor der Prostata. Die BPH betrifft die zentrale Zone der Prostata um die Harnröhre herum. Das Prostatakarzinom geht meist von den äußeren Drüsenanteilen aus. Beide Erkrankungen treten typischerweise im höheren Lebensalter auf. Als Prostatitis bezeichnet man eine Entzündung der Prostata.

Benigne Prostatahyperplasie

Synonyme: Prostataadenom, gutartige Prostatavergrößertung

Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist die häufigste Erkrankung des Mannes jenseits der Lebensmitte. Bei der BPH vermehrt sich das Drüsen- und Bindegewebe der Prostata. Dadurch kann die Harnröhre eingeengt werden. Im Anfangsstadium stehen die Reiz-Beschwerden im Vordergrund mit gehäuftem Wasserlassen, vermehrtem Harndrang, Nachträufeln und nächtlichemToilettengang. Im weiteren Verlauf kommt es zur Abschwächung des Harnstrahls und zur unvollständigen Blasenentleerungen. Im fortgeschrittenen, nicht behandelten Stadium der BPH kann daraus ein Harnaufstau bis in die Nieren zurück entstehen, was unbehandelt zu einem Nierenversagen führen kann. Diese Komplikation ist heutzutage sehr selten. Bei der Diagnose der BPH kann der IPSS-Fragebogen helfen.

Zur Prävention ist es wichtig, auf eine gesunde Lebensweise zu achten mit ausreichend Bewegung und gesunder Ernährung.

Die Therapie im Anfangsstadium erfolgt medikamentös in Form von Tabletten. Welches Präparat bzw. welchen Wirkstoff man auswählt richtet sich nach den Beschwerden und den Untersuchungsergebnissen beim Urologen. Pflanzenpräparate (ProstaFink®, Prosta-gutt®, Azuprostat®. ) werden vor allem bei irritativen Reiz-Beschwerden eingesetzt. Alphablocker (Tamsulosin, Alfuzosin, Doxazosin) und Phosphodiesterase-5-Inhibitoren (Tadalafil) entspannen die Muskulatur der Blase und der Prostata. 5α-Reduktasehemmer (Finasterid, Dutasterid) verkleinern die Prostata und Antimuskarinergika (Trospium, Solifenacin. ) beruhigen die Blasenaktivität.

Eine Operation der Prostata wird empfohlen, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist oder die medikamentöse Behandlungen keine ausreichende Wirkung zeigt. Es gibt zahlreiche Operationsverfahren zur Behandlung der BPH: Die konventionelle Ausschabung (Resektion) der Prostata mit einer Elektroschlinge (TUR-P), die Laserevaporisation, bei der das Prostatagewebe verdampft wird (TUL-P), die Laserenukleation, bei der die Prostata mittels Laser ausgeschält wird (HoLEP, ThuLEP) oder die offene Prostataenukleation, bei der die Prostata nach einem Bauchschnitt aus der Kapsel herausgeschält und entfernt wird. Darüber hinaus gibt es weitere alternative Operationsmethoden, die sich jedoch noch nicht standardmäßig etabliert haben. Jedes operative Verfahren hat unterschiedliche Risiken sowie verfahrensindividuelle Vor- und Nachteile. Ihr Urologe kann sie bei der Behandlung der BPH beraten.

Prostatakrebs

Prostatakrebs nennt man einen bösartigen Tumor der Prostata. Er ist der häufigste bösartiger Tumor und nach Lungen- und Dickdarmkrebs die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache bei Männern in Deutschland.

Es ist wissenschaftlich belegt, dass eine gesunde Ernährung das Risiko senkt an Prostatakrebs zu erkranken. Weitere Informationen finden sie hier.

Die wichtigste Maßnahme der Früherkennung ist die jährliche Krebsvorsorge beim Urologen. Der PSA-Test und der transrektale Prostata-Ultraschall erhöhen die Sicherheit, einen Prostatakrebs auszuschließen beziehungsweise früh zu erkennen. Wenn bei der Untersuchung die Prostata auffällig erscheint oder der PSA-Wert erhöht ist, sollte eine Gewebeentnahme aus der Prostata (Prostatastanzbiopsie) erfolgen, um zu einer Diagnose zu gelangen.

Ist ein Prostatakarzinom festgestellt worden, gibt es verschiede Behandlungsmethoden: Die operative Entfernung der gesamten Prostata (radikale Prostatektomie), eine Strahlentherapie, eine Chemotherapie oder eine Hormonentzugstherapie. Welche Behandlung empfohlen wird, richtet sich nach dem Gesundheitszustand des Patienten, der Ausdehnung des Tumors und dem feingeweblichen Untersuchungsbefund. Bei einem langsam wachsenden Prostatakarzinom kann man auch abwarten, wie sich der Tumor entwickelt, bevor man eine Therapie einleitet.

Prostatitis

Die Prostatitis ist eine Entzündung der Vorsteherdrüse. Es gibt unterschiedliche Arten der Prostatitis. Die Klassifikation der Krankheit und die Wahl der Behandlung richtet sich nach der Dauer der Beschwerden und danach, ob ein Keim nachweisbar ist.

Akute Prostatitis

Bei der akuten Prostatitis treten Schüttelfrost, Fieber, Bauch- und Dammschmerzen und Beschwerden beim Wasserlassen auf. Die Bakterien, welche eine akute Prostatitis verursachen, können im Urin nachgewiesen werden. Die akute Prostatitis wird mit Antibiotika behandelt.

Chronische Prostatitis

Eine chronische Prostatitis liegt vor, wenn die Beschwerden länger als 3 Monate bestehen und mehrfach Keime im Urin oder im Prostatasekret nachgewiesen werden.

Die Symptome der chronischen Prostatitis sind vielfältig. Folgende Beschwerden können einzeln oder in Kombination vorliegen: Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, Restharngefühl, Schmerzen im Bereich des Unterbauchs, des Penis, der Hoden, des Damms, der Leisten sowie in der Lendengegend und auch Schmerzen während und insbesondere nach der Ejakulation.

Die chronischen Prostatitis kann durch verschieden Ursachen hervorgerufen werden. Eine chronisch bakterielle Infektion, ein Rückfluss von Urin in das Prostatagewebe, ein gestörter Harnabfluss aus der Blase, Muskel- oder Sehnenverspannungen im Becken und psychosomatische Erkrankungen können Gründe dafür sein. Bei der Diagnosestellung der chronischen Prostatitis kann der NIH-CPSI-Fragebogen helfen.

Die Chronische Prostatitis wird mit einer Antibiotikatherapie über 4-6 Wochen behandelt.

Chronisches pelvines Schmerzsyndrom, englisch: chronic pelvic pain syndrome (CPPS)

Synonym: Prostatodynie, psychovegetatives Urogenitalsyndrom, Prostatopathie

Das CPPS ist charakterisiert durch ein über 3 Monate bestehendes Beckenschmerzsyndrom ; ein Keimnachweis mit mikrobiologischen Standardmethoden gelingt hier nicht.

Die Ursache der Erkrankung ist nicht eindeutig geklärt. Die Beschwerden gleichen denen der chronischen Prostatitis. Eine chronische Prostatits kann dem chronischen Beckenschmerzsyndrom vorrausgegangen sein.

Die Prostata wird durch das vegetative Nervensystem versorgt und kann deshalb – genau wie andere Organe auch – durch körperlichen oder seelischen Stress beeinflusst werden. Bewegungsmangel, langes Sitzen und Verstopfung durch ballaststoffarme Ernährung können zu einer Einengung im Beckenbereich führen und dadurch die Prostata beeinträchtigen. Stressreduktion, Entspannung, eine gesunde Ernährung und Sport können die Beschwerden lindern. Regelmäßige Ejakulationen beim Geschlechtsverkehr oder durch Masturbation können ebenfalls helfen, die Prostata zu entlasten.

Die Therapie des CPPS beginnt mit einer Langzeitantibiotikatherapie über 4–6 Wochen. Trotz des fehlenden Nachweises für eine bakterielle Infektion zeigten Studien im frühen Krankheitsstadium dadurch gute Heilungschancen. Wenn keine Besserung eintritt können spezifische Prostatamedikamente wie Alpha-Blocker oder 5α-Reduktasehemmer eingesetzt werden. Auch pflanzliche Medikamente und Spurenelemente (Quercetin, Pollenextrakt, Zink) können helfen.

Zur Entspannung der Muskeln und Nerven im Becken haben sich folgende Behandlungsmethoden bewährt: leichter Ausdauersport, Akupunktur, Biofeedback-Entspannungstherapie, elektromagnetische Therapie des Beckenbodens, myofasziale Triggerpunkttherapie und Mikrowellen-Wärmetherapie. Ebenfalls empfohlen werden (Prostata-)Massage, Dehnübungen, Yoga und Hypnose. Eine operative Therapie wie die der Prostataauschabung (TUR-P) oder Injektionen in die Prostata mit Botox, Antibiotika oder Schmerzmitteln kann in ausgewählten Fällen zur Besserung führen.

Was macht die prostata wikipedia

Antwort: Hallo konnte nur mit einem Patienten Erfahrung sammeln der damit sehr gut zurecht kam und wo der Prostata Ca zum stillstand gebracht werden konnte . Antwort ansehen

Antwort: Hier ist ein langes Zitat über die verschiedenen OP-Methoden: "Transurethrale Resektion der Prostata (TURP): Entfernen des Gewebes mit einer Elektroschlinge in Narkose durch die Harnröhre unter Sicht (endoskopisch). Katheter für 1-3 Tage, Krankenhausaufenthalt wenige Tage, vollständige Heilung in 3-6 Monaten. Minimal-TURP: Teilweises Entfernen des Gewebes; nur bei schwerkranken Patienten; weniger . Alle Antworten ansehen

was passiert wenn man keine prostata untersuchen macht?

was genau passiert dann ? nehmen wir an ich bin 40 / 45 jahre und muss mich untersuchen aber machs nicht was passiert ?

11 Antworten

ich würde dir empfhelen aufjedenfall zum arzt zu gehen, wenn dir dass aber unangenehm ist, was ich durchaus verstehen kann. mach zumindest einen test

habe jetzt auch meinem mann einen solchen test bei zuhausetest.de bestellt da ich ihn leider auch nich dazu bewegen konnte zum arzt zu gehen

Es kann passieren, dass dann ein bereits vorhandener Prostatakrebs der dadurch nicht erkannt wird, nicht mehr heilbar ist und du daran stirbst oder im günstigsten Fall deine Potenz verlierst. Gerade deshalb sind ja Vorsorgeuntersuchungen und werden auch von der Kasse bezahlt, damit Krankheiten frühzeitig erkannt werden können und der Patient geheilt werden kann. Auch wenn die Untersuchung etwas unangenehm ist, eine nicht rechtzeitige Erkrankung ist schlimmer.

Hallo Malke1212 wie von den „Vorschreibern“ schon angedeutet, es passiert nichts, du gehörst nur nicht zu den Männern, die verantwortlich handeln, sich und Ihrer Familie gegenüber. Mögliche bösartige Zellen Veränderungen beginnen um die 45 herum. Das Schwergewicht liegt nach wie vor bei ca 60. Wer also mit 45 zur Vorsorge / Früherkennung geht schließt aus, unerkannt an der Prostata zu erkranken, wobei es natürlich nicht nur um Prostatakrebs geht. Es gibt auch gutartige Veränderungen, die aber behandelt werden sollten. Ich möchte dir empfehlen, gehe zum Urologen und lasse dich untersuchen und wenn alles in Ordnung ist, der PSA-wert unter 4, dann hast du 2 Jahre Zeit bis zur nächsten Untersuchung. Wer so handelt, handelt verantwortungsbewusst. Übrigens, deinen PKW führst du doch auch regelmäßig einer Inspektion zu. Grüße von SHGruppe

Lies Dir diese Infos durch:

Eigentlich sollte man immer zum Arzt gehen, wenn man merkt, der Körper hat sich irgendwie negativ verändert. auch im Zusammenhang mit Schmerzen. Männer sind in der Beziehung etwas komisch. Haben wohl „Angst“ vorm Arzt. Ich kann Dir nur schreiben von zwei Fällen aus der Bekanntschaft. Der eine hatte Darmkrebs, weil er zu SPÄT hingegangen ist, starb er schnell. Der andere hatte auch etwas mit der Prostata..der ging noch grade rechtzeitig hin. der lebt jetzt noch. Aber er sag jetzt selber auch, er hätte sich eine Menge ersparen können, wäre er früher gegangen.

Na direkt passiert erst mal nix. Aber du könntest Krebs haben / bekommen und merkst es erst sehr spät.

Untersuchen lassen musst du dich nicht. Es ist eine freiwillige Vorsorgeuntersuchung. Ist es dir unangenehm? Oder hast du Angst vor einem eventl. schlechten Befund?

Dann wird eine evtl. vorhandene Krankheit nicht oder zu spät bemerkt und Du kannst dann vielleicht nicht mehr erfolgreich behandelt werden. 🙁

So eine Untersuchung ist sinnvoll!

was passiert oder nicht passiert kann dir auch kein arzt sagen die prostata ist immer noch ein unerforschtes gebiet eine prostatamassage ist in jedem fall gut und tut gut

hab mal von einer klinik im münchner raum gelesen die führen einen katheder in den penis ein und schieben den bis in den bereich der prostata und der wird dann erhitzt und die prostata kann diese hitze nicht überstehen und das gewebe schrumpft danach und der patient hat keine beschwerden mehr danach

das ist das beste was ich davon gehört hab , die operationen sind alle schmerzhaft und von der heilung her fraglich

die normale prostata untersuchung ist angenehm weil der arzt nur einen finger in den po schiebt und die prostata abtastet , fühlt sich sehr gut an und so geht auch die prostata massage wenn du mal eine gemacht hast willst du immer wieder eine haben das ist wirklich so

Dann werden mögliche Schäden / Krankheiten, die eine Prostatauntersuchung aufdeckt, eben nicht erkannt, oder? – Sofern welche da sind .

Dann weißt du nicht, ob mir dir un deiner Prostata alles in Ordnung ist. Müssen tust du gar nichts.