Vergroesserung prostata simptome

Gutartige Prostata-Vergrösserung

Benigne Prostata-Hyperplasie (BPH)

Die Prostata ist ein kastaniengrosses Organ, welches die Harnröhre ringförmig umschliesst. Wegen ihrer Lage vor der Harnblase wird die Prostata auch Vorsteherdrüse genannt. Die Prostata besteht aus einer Vielzahl von Drüsenzellen. Diese sondern ein Sekret ab, welches beim Samenerguss über Ausführgänge in die hintere Harnröhre abgegeben wird und so die Fortbewegung der Spermien ermöglicht.

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Prostatabeschwerden

Die gutartige Prostatavergrösserung setzt etwa im 40. Lebensjahr ein. Sie tritt bei fast jedem Mann auf – nur mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Mit dem Wachstum der Prostata kommt es zu einer verengten Harnröhre. Als Folge wird der Urinstrahl schwächer, und es bleibt Urin in der Blase zurück. Typische Symptome sind:

  • häufiger Harndrang
  • nächtliches Erwachen mit Harndrang
  • mühsamer Beginn beim Wasserlassen
  • abgeschwächter Harnstrahl – verlängertes Urinieren (Miktion)
  • Restharngefühl in der Blase
  • Nachträufeln – trotz vermeintlich entleerter Blase
  • Schmerzen und Brennen

Ursachen von Prostatabeschwerden

Warum sich die Prostata vergrössert, ist noch immer nicht exakt nachgewiesen. Es wird vermutet, dass durch die hormonelle Umstellung das männliche Geschlechtshormon Testosteron die Prostatazellen zu übermässigem Wachstum anregt und so die gutartige Prostatavergrösserung mit den damit verbundenen Symptomen auslöst.

Mögliche Folgen von Prostatabeschwerden

Nicht behandelte Prostata-Erkrankungen führen zu einer unvollständigen Entleerung der Blase. Der Restharn in der Blase nimmt zu. Dieses warme Milieu bietet ideale Bedingungen für die Vermehrung von Bakterien. Es kann zu Entzündungen im Bereich der Harnwege führen, was sich mit Schmerzen und Fieber äussert. Im Endstadium der gutartigen Prostata-Vergrösserung kann es zu einem äusserst schmerzhaften, plötzlichen Harnverhalt kommen.

Behandlung von Prostatabeschwerden

Eine wichtige Behandlungsmethode bei leichten bis mittleren Beschwerden infolge beginnender Prostata-Vergrösserung stellen Präparate aus Sägepalmfrüchte-Extrakt dar. Die Heilpflanze reduziert das Wachstum des Prostata-Gewebes und sorgt dadurch für eine Linderung der Symptome. Zur Behandlung von Beschwerden infolge beginnender Prostata-Vergrösserung wird über die Dauer von mindestens 1-2 Monaten 1x täglich eine Kapsel aus Sägepalmfrüchte-Extrakt eingenommen. Sollte nach 4-6 Wochen Behandlung keine Besserung der Symptome eintreten, ist eine ärztliche Untersuchung notwendig.

Vorbeugung und Selbsthilfe

Es gibt eine Reihe von Massnahmen, die Mann seiner (Prostata-)Gesundheit zuliebe tun kann:

  • regelmässige ärztliche Vorsorgeuntersuchungen ab dem 45. Altersjahr
  • ballaststoff-, vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung
  • in der Ernährung auf Reizstoffe (scharfe Gewürze) verzichten
  • nicht zu kalt trinken
  • Kaffee- (Koffein) Konsum einschränken
  • regelmässige körperliche Bewegung im Freien
  • den Toilettengang nicht hinauszögern
  • sich Zeit nehmen beim Harnlösen

Prostavergrößerung – Ursachen, Symptome und Behandlung

Mit zunehmendem Alter entwickeln Männer häufig eine gutartig vergrößerte Prostata: ein Zustand, der als benigne Prostatahyperplasie (BPH) bezeichnet wird. Diese Prostatavergrößerung betrifft die Hälfte der Männer zwischen 60 und 70 Jahren und fast 80 Prozent der über 80-Jährigen. Mit 45 Jahren beginnt das Alter, in dem die Prostata anfängt zu wachsen.

Aber keine Angst: Eine vergrößerte Prostata hat nichts mit Prostatakrebs zu tun. Dieser entwickelt sich außen, während eine Prostatavergrößerung im Inneren der Drüse entsteht. Dieser Bereich liegt nahe an der Harnröhre. Aus dem Grund kommt es bei einer Prostatavergrößerung so oft zu einer Verengung der Harnröhre. Kennzeichnend für die Prostatavergrößerung sind daher oft Probleme beim Wasserlassen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass Sie (zunächst) nichts von Ihrer Prostatavergrößerung mitbekommen.

Erst bei erschwertem Harnlassen wird die Prostatavergrößerung problematisch. Und wenn sie lange Zeit unbehandelt bleiben, kann eine vergrößerte Prostata darüber hinaus Ihre Blasenmuskulatur und sogar Ihre Nieren schädigen. Es ist wichtig, rechtzeitig den Arzt aufzusuchen, bevor sich die Schäden nicht mehr rückgängig machen lassen. Wenn Ihr Arzt nach einer Untersuchung eine gutartige Prostatavergrößerung vermutet, bestätigen zusätzliche Tests die Diagnose und bestimmen die Schwere der Erkrankung.

Inhaltsverzeic hnis:

Verschiedene Erkrankungen der Prostata

Bestimmte Prostataerkrankungen betreffen mehr als die Hälfte der Männer. Prostataprobleme nehmen überdies mit dem Alter zu. Die drei Hauptgruppen von Prostataerkrankungen sind:

Unangenehme oder sogar schmerzhafte Symptome gelten häufig als Alarmzeichen für Prostataprobleme, was besonders auf eine Entzündung und Vergrößerung zutrifft. Symptome einer Prostataentzündung oder gutartigen -vergrößerung sind:

  • Harndrang
  • Harntröpfeln
  • Harnstottern
  • Schmerzen
  • Spannungsgefühle
  • Kältegefühle
  • Schmerzen beim Verkehr
  • Beschwerden beim Stuhlgang
  • Druckgefühl an Darmausgang oder Hoden
  • in Wirbelsäule und Beine ausstrahlende Reizungsgefühle

Auch wenn sie störend und manchmal schmerzhaft sind, gelten eine Entzündung und eine Vergrößerung grundsätzlich nicht als lebensbedrohlich. Prostatakrebs verläuft jedoch unter Umständen tödlich.

Die Hälfte aller 60-Jährigen hat Prostataprobleme

Nach Angaben der International Agency for Research in Cancer erkranken in der EU jährlich 202.000 Männer neu an Prostatakrebs und 68.000 sterben daran. In Deutschland erkranken jährlich etwa 40.600 Männer an Prostatakrebs. Darüber hinaus zieht die Behandlung von Prostatakrebs eventuell unerwünschte Nebenwirkungen nach sich. Dazu gehört beispielsweise eine gestörte Blasenkontrolle (Inkontinenz) oder ein beeinträchtigtes Erektionsvermögen (Impotenz).

Bei frühzeitiger Entdeckung von Prostatakrebs frühzeitig kann man ihn in der Regel aber erfolgreich behandeln. Und auch die medizinischen Möglichkeiten, Prostataprobleme in einem frühen Stadium zu entdecken und zu diagnostizieren, verbessern sich stetig. Fortschritte bei Medikamenten, operativen Techniken, Strahlen- und der Hormontherapie verbessern die Ergebnisse und reduzieren das Risiko von Inkontinenz und Impotenz.

Die Prostata (Vorsteherdrüse) ist Teil des männlichen Reproduktionssystems. Sie befindet sich direkt unterhalb der Blase und umschließt die Harnröhre (Urethra), also das Röhrchen, durch die der Harn aus der Blase abfließt. Die Drüse setzt eine Flüssigkeit frei, die die Samenzellen ernährt und transportiert; die also dem Transport und dem Erhalt des Samens dient.

Unter normalen Umständen ist die Prostata etwa so groß wie eine Walnuss. Im Alter vergrößert sich die Drüse jedoch häufig und verengt die Harnröhre. Das kann, wie schon erwähnt, die Passage von Urin erschweren. Eine gutartige Prostatavergrößerung tritt bei etwa 50 Prozent aller Männer in den 60ern und bei fast 80 Prozent aller Männer zwischen 70 und 90 Jahren auf.

Auch junge Menschen können betroffen sein

Prostataprobleme treten im Allgemeinen erst bei älteren Männern auf. Amerikanische Wissenschaftler des National Health Institutes in Washington haben inzwischen herausgefunden, dass schon junge Männer darunter leiden können. Schuld daran ist der Stress, dem wir heute ausgesetzt sind. Stehen Sie unter Stress, wird ein Hormon namens Prolaktin freigesetzt. Dieses kann sich negativ auf die Größe der Prostata auswirken.

Zunächst einmal sollte ein von einer frühzeitig auftretenden Prostatavergrößerung betroffener Mann einen Arzt aufsuchen, um feststellen zu lassen, dass es sich auch wirklich um eine gutartige Vergrößerung handelt. Für die Zukunft sollte er sich dann schließlich selbst Ruhe gönnen. Wichtig ist hierbei, dass er eine Entspannungstechnik erlernt und auch am Wochenende einmal ausspannt. In jungen Jahren ist es übrigens noch möglich, dass die Vergrößerung zurückgeht und reversibel ist.

Ursachenforschung beginnt beim Hormonhaushalt

Warum sich die Prostata bei den meisten Männern im Alter vergrößert, ist hingegen noch nicht endgültig erforscht. Gesichert ist jedoch, dass die Hormone eine zentrale Rolle dabei spielen, genauer gesagt der sich im Alter verändernde Hormonhaushalt des Mannes: In der zweiten Lebenshälfte sinkt der Spiegel des männlichen Sexualhormons Testosteron. Gleichzeitig nimmt die Konzentration seines Stoffwechselprodukts Dihydrotestosteron (DHT) durch die steigende Aktivität des Enzyms 5-alpha-Reduktase zu.

Das mit zunehmendem Alter in der Prostata vermehrt gebildete Hormon Prolaktin scheint diese Umwandlung noch zu verstärken. Dieses Hormon regt das Wachstum der Prostata an. Zu einem überschießenden Wachstum scheint es dann durch das im Alter entstehende Ungleichgewicht zwischen männlichen Hormonen und dem auch beim Mann gebildeten Östrogen zu kommen.

Diese hormonelle Konstellation führt also zu einer Neubildung von Prostatagewebe mit zunehmender Einengung der Harnröhre, die zu den charakteristischen Beschwerden beim Wasserlassen führt. Darüber hinaus vermuten Wissenschaftler auch, dass bestimmte Wachstumsfaktoren den Stoffwechsel der Drüse beeinflussen, wodurch es zur vergrößerten Prostata kommen kann.

Wenn Medikamente das Wasserlassen stören

Bestimmte Medikamente können dazu führen, dass der Harn zurückgehalten wird. Das gilt insbesondere, wenn Sie eine vergrößerte Prostata haben. Bestimmte Medikamente können die entsprechenden Probleme noch verschlimmern. Sprechen Sie also mit Ihrem Arzt, wenn Sie ein neues Medikament in Betracht ziehen.

Einige (nicht nur verschreibungspflichtige) Präparate sind nämlich bekannt für Auslösung von Harnverhalt und sollten von Ihnen entweder vermieden oder vorsichtig genommen werden, falls Sie eine gutartige Prostatavergrößerung haben. Solche Medikamente dienen zur Behandlung von:

  • Husten oder Erkältungen (Schleimlöser)
  • Allergien (alle Antihistaminika)
  • Depressionen (frühe trizyklische Antidepressiva, aber nicht selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, SSRI)
  • Schlaflosigkeit

So kann beispielsweise Diphenhydramin, ein aktiver Bestandteil einiger Antihistaminika, zu Harnverhalt führen. Pseudoephedrin, enthalten in einigen Hustensäften, kann sogar in manchen Fällen ein Wasserlassen unmöglich machen.

Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, wenn Sie Schwierigkeiten mit dem Wasserlassen haben, denn Harnverhalt kann ernste Probleme wie etwa Harnwegsinfektionen verursachen. Das Umsteigen auf andere Präparate kann die Probleme verringern oder sogar beheben.

Stoffwechselerkrankungen erhöhen das Risiko

Wie US-amerikanische Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in San Diego im Mai 2006 im Journal of Clinical Endocrinology schrieben, könnte in Bezug auf eine Prostatavergrößerung auch eine Verbindung zu Stoffwechselerkrankungen bestehen. Es wurden mehr als 400 Männer zwischen 50 und 65 Jahren untersucht. Bei 21 Prozent von ihnen war die Prostata bereits vergrößert.

Das größte Risiko hatten Männer, die auch einen erhöhten Blutzuckerspiegel aufwiesen. Sie litten dreimal häufiger an einer gutartigen Prostatavergrößerung als Männer mit einem normalen Stoffwechsel. Auch starkes Übergewicht erhöht das Risiko um mehr als das Dreifache. Wenn Sie bereits an Diabetes oder Übergewicht leiden, sollten Sie beim nächsten Arztbesuch also auch unbedingt einmal Ihre Prostata mit untersuchen lassen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie betroffen sind, ist deutlich höher als in der Normalbevölkerung.

Symptome und Stadien der BPH

Die Prostatavergrößerung führt also in erster Linie meist zu Schwierigkeiten beim Harnlassen. Die Schwere der Erkrankung variiert dabei stark: Nur etwa die Hälfte der Patienten mit einer BPH hat Probleme, die sich bemerkbar machen bzw. so störend sind, dass eine Behandlung ratsam ist. Zu den generellen Anzeichen der benignen Prostatahyperplasie gehören indes:

  • häufiges nächtliches Urinieren
  • schwacher, unterbrochener Urinstrahl
  • das Gefühl, dass Sie die Blase nicht vollständig entleeren können

Eventuell empfinden Sie Schwierigkeiten, mit dem Urinieren zu beginnen bzw. es zu beenden, oder der Harn tröpfelt nach. In den meisten Fällen engt das Wachstum die Harnröhre ein. Dadurch treten Symptome auf, die Mediziner in drei Stadien unterteilen:

Im Anfangsstadium leiden Männer hauptsächlich unter vermehrtem Harndrang. Durch die Verengung der Harnröhre kann es außerdem zu weiteren Problemen beim Harnlassen kommen. Diese sind verschiedener Natur:

  • starker Harndrang
  • unfreiwilliges Wasserlassen
  • Nachtropfen von Harn
  • schwacher Harnstrahl
  • die Blase leert sich nur nach mehreren Versuchen komplett
  • ständiges Urinieren, in manchen Fällen innerhalb von Minuten
  • vermehrte nächtliche Toilettengänge (Nyktorie)
  • der Drang zum Entleeren ist da, beim Wasserlassen selbst dauert es aber, bis der Harn fließt
  • die Harnblase entleert sich nur, wenn Sie die Bauchmuskeln zu Hilfe nehmen und „drücken“ oder „krampfen“

Hilfe aus der Naturapotheke

Lindern lassen sich diese Beschwerden mit Blasentees und durch Sitzbäder mit Zinnkrautzusatz. Bei stärkeren Beschwerden können pflanzliche Medikamente eingesetzt werden. Die meisten Heilpflanzen wirken abschwellend auf das Drüsengewebe, beugen Entzündungen vor und haben einen krampflösenden Effekt auf die Muskulatur der Harnröhre.

Eine Studie der Universität Dortmund konnte außerdem bereits im Jahr 2002 nachweisen, dass ein Kombinationspräparat aus Sägepalme und Brennnesselextrakt ebenso wirksam war wie der 5-alpha-Reduktase-Hemmer Finasterid. Bewährte Fertigpräparate mit den entsprechenden Inhaltsstoffen erhalten Sie rezeptfrei in der Apotheke und im Drogeriemarkt. Werden Sie Ihnen vom Arzt verordnet, zahlen sie die Kassen. Trotzdem sollten Sie von einer Eigentherapie absehen und den Einsatz dieser Mittel sowie die richtige Dosierung mit Ihrem Arzt besprechen.

Stadium II

Im fortgeschrittenen Stadium entleeren Sie Ihre Blase nicht mehr komplett. Es bleiben 50 bis mehrere 100 ml Restharn in der Blase. Dieser Resturin führt zu ständigem Harndrang oder Blasenvöllegefühl. Darüber hinaus fällt es Krankheitskeimen durch den ständigen Urin in der Blase sehr leicht, diese zu befallen. Es kommt zu häufigen Harnwegsinfekten, die sich unter Umständen durch Schüttelfrost und Fieber sowie starke Schmerzen beim Wasserlassen bemerkbar machen. Suchen Sie spätestens dann einen Arzt auf. In dieser Phase werden zwei Medikamentengruppen eingesetzt:

  • Alpha-Rezeptor-Blocker: Sie entspannen die Blasenmuskulatur und erleichtern so die vollständige Blasenentleerung.
  • 5-alpha-Reduktase-Hemmer: Sie greifen in den Hormonhaushalt der Prostata ein. Dadurch kann nach einigen Wochen bis Monaten die Prostatawucherung wieder deutlich kleiner werden und das Wasserlassen funktioniert wieder besser.

Diese Präparate müssen Sie sich vom Arzt verschreiben lassen.

Stadium III

Im Endstadium ist die Prostata so stark gewachsen und verengt den Harnleiter so stark weiter, dass sie den Harnfluss hemmt. Es kommt es zum Urinstau, was man auch als Harnverhalten bezeichnet. Dies verhindert das Wasserlassen und fördert eine schmerzhafte Blasenausdehnung. Dieser Urinstau kann sich bis in Blase und Nieren fortsetzen und dort zu bleibenden Schäden führen; in schweren Fällen bis hin zum Nierenversagen. Meist wird Ihnen dann zu einer Operation geraten, bei der die Prostata durch die Harnröhre entfernt wird; sie ist in diesem Fall unausweichlich. Alternativ gibt es auch folgende Möglichkeiten:

  • Wärmebehandlung mit Mikrowellen
  • Erweitern des Blasenhalses durch einen Schnitt
  • Einführen von Stents in die Harnröhre, die wie kleine Tunnel wirken

Allgemein haben diese alternativen Verfahren zwar weniger Nebenwirkungen, aber sie sind auch nicht so wirksam wie eine Operation.

So erkennen Sie eine Prostatavergrößerung

Es ist nicht gesagt, dass im Falle einer Prostatavergrößerung bei Ihnen all diese Symptome auftreten. Darüber hinaus ist der Übergang zwischen den Krankheitsstadien eventuell fließend. Viele Männer bleiben mit einer vergrößerten Prostata lange Zeit im ersten Stadium oder die Krankheitsanzeichen des Anfangsstadiums verschwinden plötzlich. Diese Symptome lassen aber gerade, wenn sie vermehrt auftreten, relativ sicher auf eine Prostatavergrößerung schließen:

  • Nach dem Wasserlassen scheint Ihre Blase nicht ganz leer zu sein.
  • Innerhalb der nächsten zwei Stunden müssen Sie erneut Wasser lassen.
  • Beim Wasserlassen müssen Sie aufhören und wieder beginnen (Harnstottern).
  • Es fällt Ihnen schwer, das Wasserlassen hinauszuzögern.
  • Ihr Urinstrahl ist schwach.
  • Um mit dem Wasserlassen zu beginnen, müssen Sie sich anstrengen oder pressen.
  • Sie müssen nachts aufstehen, um Wasser zu lassen.

Treten diese Symptome einmalig auf, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Wenn sich eines oder einige dieser Anzeichen mehren, sollten Sie aber auf jeden Fall Ihren Arzt aufsuchen.

Wann Sie auf jeden Fall operiert werden müssen

Eine Operation ist dann notwendig, wenn sich Restharn in Ihrer Blase sammelt oder wenn Sie unter Harnverhalt leiden. Es gibt aber noch weitere Hinweise, dass Sie sich unbedingt operieren lassen sollten:

  • Blut im Urin
  • Harnblasensteine
  • häufige Infekte der Harnwege
  • Nierenschäden

Prostata: Diagnose einer Vergrößerung

Um eine vergrößerte Prostata zu diagnostizieren, wird Sie Ihr Arzt nach Symptomen fragen, wann sie zuerst auftraten und wie häufig sie sich bemerkbar machen. Natürlich wird er sich auch nach anderen Gesundheitsproblemen und eingenommenen Medikamenten einschließlich der rezeptfreien Präparate und Nahrungsergänzungsmittel erkundigen. Darüber hinaus spielt das Auftreten von Prostataerkrankungen in Ihrer Familie heirbei eine Rolle.

Übersicht diagnostischer Methoden

Außerdem können zu Ihrer Untersuchung folgende Elemente gehören:

  • rektaler Tastbefund – Zu diesem Zweck führt Ihr Arzt vorsichtig einen Finger in Ihren Anus ein, um den hinteren Abschnitt der Prostata zu ertasten. Das erlaubt Ihrem Arzt einen Rückschluss auf die Größe Ihrer Prostata; auf etwaige Vergrößerungen oder Verhärtungen. Daneben dient das Tasten auch dem Ausschluss von Prostatakrebs.
  • Urintest – Zusätzlich wird im Labor auch Ihr Harn auf Bakterien überprüft; eine Harnstrahlmessung gibt Aufschluss über Stärke und Geschwindigkeit des Harns. Diese Untersuchung kann Ihrem Arzt helfen, eine Infektion oder andere Erkrankungen der Harnwege auszuschließen, die ähnliche Symptome hervorrufen können wie eine vergrößerte Prostata.
  • Prostata-Spezifischer-Antigen (PSA)-Bluttest – PSA ist ein natürliches Produkt der Vorsteherdrüse und dient der Verflüssigung des Samens. Eine kleine Menge zirkuliert im Blut. Überhöhte Konzentrationen können auf eine vergrößerte Prostata, Prostatakrebs oder eine Entzündung des Organs hinweisen.

Wenn die Ergebnisse dieser Tests eine vergößerte Prostata vermuten lassen, kann Ihr Arzt weitere Untersuchungen durchführen. Darunter sind:

  • Fragebogen – Ein kurzer Fragebogen, der von der American Urological Association und ebenso von der Deutschen Gesellschaft für Urologen entwickelt wurde, fragt nach bestimmten Problemen beim Wasserlassen und wie häufig sie auftreten.
  • Harnflusstest (Uroflow-Metrie) – Hierbei handelt es sich um eine Untersuchung der Blasenentleerung, mit der man die Stärke und Menge des Harnflusses misst. Anhand der Dokumentation dieser Werte kann Ihr Arzt die Veränderung Ihres Harnflusses bestimmen.
  • Bestimmung des Restharns – Diese Methode lässt erkennen, ob Sie Ihre Blase vollständig entleeren können. Zuerst werden Sie gebeten, Ihre Blase möglichst vollständig zu entleeren. Danach misst man die Menge des Restharns entweder mithilfe eines Katheters oder einer Ultraschalluntersuchung.
  • Ultraschall – Ultraschallbilder, die über eine Sonde im Enddarm aufgenommen werden, dienen der Beurteilung der Prostatagröße. Andere Probleme in diesem Bereich können auf dieselbe Weise entdeckt werden.
  • urodynamische Studien – Wenn Ihr Arzt hinter den Symptomen ein Blasenleiden vermutet, kann er Tests empfehlen, mit denen der Blasendruck und die Funktion der Harnblase gemessen werden.
  • Zystoskopie – Bei diesem Verfahren wird ein beleuchtetes Instrument (Zystoskop) unter örtlicher Betäubung in die Harnröhre eingeführt. Damit kann Ihr Arzt einen Blick in Harnröhre, Blase und Teile der Prostata werfen. So können Probleme wie eine vergrößerte Prostata sowie verschiedene Abnormitäten und Verengungen aufgedeckt werden.
  • intravenöses Pyelogramm oder Computer-Tomografie (CT) – Bei dieser Methode wird ein Kontrastmittel in Ihre Venen gespritzt und eine Röntgenaufnahme Ihrer Nieren, Blase und der sie verbindenden Harnwege gemacht. Das Kontrastmittel ermöglicht das Auffinden von Harnsteinen, Tumoren oder einer Blockade oberhalb Ihrer Blase.
  • Serum-Kreatinin – Dieser Bluttest kann zur Beurteilung der Nierenfunktion herangezogen werden.

Der PSA-Wert

Zum Ausschluss eines bösartigen Geschehens in der Prostata wird im Labor auch Ihr PSA-Spiegel (Gesamtmenge) sowie das freie, nicht an Transporteiweiße gebundene PSA (F-PSA) im Blut bestimmt. Der Quotient aus beiden Werten zeigt, ob ein erhöhtes Krebsrisiko besteht.

Dabei ist das Risiko umso geringer, je höher der F-PSA-Wert ist. Ein erhöhter PSA-Wert bedeutet jedoch nicht, dass Sie Prostatakrebs haben; er kann auch anderweitig erhöht sein:

  • bei Entzündungen
  • nach sportlicher Betätigung
  • nach dem Geschlechtsverkehr
  • nach einer Tastuntersuchung
  • bei einer BPH

Schulmedizinische Behandlungsmöglichkeiten

Es gibt ein breites Feld an Therapien, mit denen eine kranke Prostata behandelt werden kann. Die Behandlungsoptionen für eine BPH variieren also stark. Dass trotzdem oft zur klassischen Operation als Therapie gegriffen wird, liegt daran, dass sie sich in den meisten Fällen als hilfreich erwiesen hat. Was aber, wenn beispielsweise Ihr Gesundheitszustand eine Operation mit Vollnarkose nicht zulässt?

Schonende Verfahren bei einer vergrößerten Prostata werden im Moment immer weiter entwickelt. Hierbei handelt es sich entweder um Methoden, bei denen weniger Betäubungsmittel verwendet werden oder weniger Nebenwirkungen auftreten.

Die alternativen Verfahren zeichnen sich zwar alle durch nur geringe Nebenwirkungen aus, sie sind aber auch deutlich weniger wirksam als eine Operation. Leider aber kennen Mediziner die Langzeitfolgen dieser Techniken noch nicht und wissen daher nichts über ihren dauerhaften Erfolg. Zudem werden sie noch nicht überall angeboten. Allerdings müssen Sie sich immer von Ihrem Arzt beraten lassen. Es kommt darauf an, ob in Ihrem Krankheitsfall eine solche Behandlung geeignet ist. Der Arzt kann Ihnen dann auch sagen, wo das Verfahren angewandt wird.

Abwägen der Optionen: Eine individuelle Entscheidung

Auch nach einer Behandlung verschlimmert sich unter Umständen der Zustand mit der Zeit. Die medikamentöse Behandlung wirkt nicht immer. Eine langfristige unwirksame Behandlung führt zu denselben Komplikationen wie eine Unterlassung jeglicher Behandlung, beispielsweise Blasen- und Nierenschäden. Jedoch empfiehlt es sich nicht, die Symptome zu tolerieren, da sie sich unter Umständen mit der Zeit verschlimmern und bleibende Schäden hinterlassen.

Eine Operation kann schließlich nötig sein; am häufigsten wird die vergrößerte Prostata heute durch die Harnröhre entfernt. Allerdings sind 15 bis 20 Prozent der Patienten auch nach dem Eingriff nicht völlig beschwerdefrei. Besprechen Sie sich mit Ihrem Arzt, um die beste Behandlung zu finden. Es ist wichtig, Ihren Zustand regelmäßig zu überprüfen, damit man die Behandlung eventuell anpassen kann.

Welche Behandlung ist für Sie am besten?

Die Behandlung einer BPH richtet sich nach den Ergebnissen der Untersuchungen und der Dringlichkeit Ihrer Probleme; wie stark sie also das Wasserlassen beeinträchtigt. Konkret wird die Entscheidung, welche Behandlung sich für Sie am besten eignet, von bestimmten Faktoren beeinflusst wie:

  • Schwere der Symptome (beim Urinieren)
  • Ausmaß der Drüsenvergrößerung
  • Alter
  • Gesundheitszustand
  • sexuelle Aktivität (Sorgen um mögliche Probleme wie Ejakulation oder Impotenz)
  • Vorteile-versus-Risiko-Abschätzung einer bestimmten Therapieform

Wenn Sie eine Prostatavergrößerung haben, gibt es neben den herkömmlichen Methoden also auch eine Reihe weiterer Verfahren, die nicht zu den Standardtherapien gehören. Das ist nicht der Fall, weil sie unbedingt schlechtere Ergebnisse liefern, sondern aufgrund von Nebenwirkungen oder weil sie nicht bei jedem Menschen angewandt werden können. Dennoch sollten Sie diese Therapien kennen, denn vielleicht ist ja eine davon auch für Sie geeignet.

Kontrolliertes Abwarten (watchful waiting)

Wenn Ihre Symptome eher schwach und nicht zu störend auftreten, empfiehlt Ihr Arzt also ein wachsames Abwarten. Bei vielen Männern mit leichter BPH bleiben die Symptome gleich oder sie verstärken sich langsam. Einige einfache Gewohnheitsänderungen verringern die Symptome. Wenn Sie nur geringe Probleme mit dem Wasserlassen verspüren, sieht Ihr Arzt also unter Umständen keinen Behandlungsbedarf.

Dennoch ist es wichtig, Ihre Prostata weiterhin aufmerksam zu beobachten. Denn eine lang anhaltende Blasenabflussstörung aufgrund einer BPH kann schwerwiegende Komplikationen verursachen:

  • Sie kann den Verlust der Blasenspannung nach sich ziehen und zu einer Blasenerweiterung führen.
  • Wenn diese zu lange unbehandelt bleibt, kann der Schwund der bzw. der Schaden an der Blasenmuskulatur nicht mehr rückgängig gemacht werden.
  • Blaseninfektionen und Nierenschäden resultieren unter Umständen als Spätfolgen ebenfalls daraus.

Orale Medikamente

Dabei handelt es sich um die häufigste Art, um leichte bis mittlere Probleme beim Urinieren im Zusammenhang mit einer BPH in den Griff zu bekommen.

  • Ihr Arzt verschreibt Ihnen entweder Medikamente aus der Gruppe der Alphablocker, von denen einige auch zur Behandlung von Bluthochdruck zugelassen sind: Terazosin (Alna®), Doxazosin (Heitrin®) und Tamsulosin (Cardular®). Ihre Wirkung beruht darauf, die Muskeln der Prostata und des Blasenhalses zu entspannen und dadurch das Urinieren zu erleichtern.
  • Darüber hhinaus kommen auch zwei andere Wirkstoffe, Finasterid (Proscar®) und Dutasterid (Avodart®) zum Einsatz. Sie hemmen die Hormone, die das Prostatawachstum anregen. Im Laufe der Zeit führen diese Medikamente so zu einer Schrumpfung der vergrößerten Prostata.

Prostatasymptome können auch mit Pflanzenpräparaten behandelt werden. Die Ärzte der Mayo Clinic sind gegenüber diesen Präparaten kritisch eingestellt. Dennoch zeigen Vergleichsstudien mit Finasterid, dass beide gleich wirksam sein können und wenige oder keine Nebenwirkungen haben. Inzwischen zeigte eine Studie, dass die Einnahme des Alphablockers Doxazosin in Kombination mit Finasterid für eine bessere, langfristige Symptomlinderung und ein geringeres BPH-Wachstum sorgte.

Kombinationstherapie bei vergrößerter Prostata

Nach den Ergebnissen einer vom National Institute of Health in den USA veröffentlichten klinischen Studie wirkt die Kombination von zwei Medikamenten zur Behandlung der BPH besser als die Verabreichung jedes einzelnen Präparats.

In der Studie untersuchten die Forscher 3.000 Männer älter als 50 Jahre, bei denen eine BPH vorlag. Bei den in der Studie eingesetzten Präparaten handelt es sich um Finasterid und den Alphablocker Doxazosin. Finasterid hemmt die Hormone, die das Prostatawachstum anregen.

Alphablocker wie Doxazosin und Tamsulosin entspannen die Muskeln in der Prostata und des Blasenhalses. Sie tragen so dazu bei, das Urinieren zu erleichtern. Die Teilnehmer der Studie unterteilte man in vier Gruppen: Eine Gruppe nahm Finasterid, eine andere nahm Doxazosin, der dritten Gruppe verabreichte man beide Medikamente, während die vierte Gruppe ein Placebo schluckte.

Das Ergebnis: Bei den Männern, die sowohl Finasterid als auch Doxazosin einnahmen, gingen die Symptome der BPH über den längsten Zeitraum zurück. Das Risiko eines Fortschreitens der BPH sank um 67 Prozent. Die Männer, die lediglich Finasterid einnahmen, wiesen ein um 34 Prozent reduziertes Risiko auf. Bei der Doxazosin-Gruppe reduzierte sich das Risiko um 39 Prozent. Wenn Sie mit den Ergebnissen Ihrer derzeitigen BPH-Behandlung nicht zufrieden sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Unter Umständen kommt eine Kombination von beiden BPH-Medikamenten für Sie in Frage.

Minimal-invasive Eingriffe / Thermotherapie

Verschiedene Therapien verwenden Wärmeenergie einschließlich Mikro- und Radiowellen, um überschüssiges Prostatagewebe zu erwärmen und schließlich zu zerstören (wegzuschmelzen). Eine solche Behandlung ist auch unter dem Namen „Hyperthermie“ bekannt. Diese Verfahren bringen die Hitze über einen Katheter oder ein anderes Instrument in die Vorsteherdrüse, den bzw. das man durch die Harnröhre einführt.

  • Mit der Mikrowellentechnik wird Mikrowellenenergie freigesetzt, um das Prostatagewebe zu erhitzen und zu zerstören.
  • Bei der Radiowellenmethode werden Radiowellen durch winzige Nadeln ausgesendet, die in die Prostata eingeführt werden. Auch durch diese Methode wird überschüssiges Prostatagewebe zerstört.

In vielen Fällen nimmt man diese Eingriffe ambulant vor. Sie verursachen weniger Nebenwirkungen als eine Operation. Leider ist es mit diesem Verfahren nicht möglich, deutliche Verkleinerungen durchzuführen. Und so verschwinden die Symptome auch nicht so schnell und so vollständig wie bei einer herkömmlichen OP.

Lasertherapie

Eine weitere Technik, die Wärme benutzt, ist die Lasertherapie. Dabei wird das überschüssige Prostatagewebe mit Laserenergie zerstört. Vielversprechend sind inzwischen verschiedene Laserverfahren; b ei relativ geringen Nebenwirkungen sind die Erfolgsaussichten der Operation gut. So eliminieren oder verringern neuere Laserverfahren viele potentielle Nachteile bisheriger Lasermethoden wie schleppende Symptomlinderung und den langen Gebrauch eines Blasenkatheters:

  • Photoselektive Vaporisation der Prostata (PVP): Dies ist das am häufigsten eingesetzte Verfahren, das überwiegend die Ärzte der Mayo Clinic entwickelten. Bei diesem Eingriff wird das vergrößerte Prostatagewebe also verdampft. Der Laser wird durch die Harnröhre in den Körper geschoben und die OP von einer auf diesem Weg mit eingeschobenen Minikamera überwacht.
  • Laserresektion: Das Prostatagewebe wird in diesem Fall nicht verdampft, sondern mit dem Laser weggeschnitten. Auch dieser Eingriff erfolgt durch die Harnröhre und wird von einer miteingeführten Minikamera überwacht.
  • Holmium-Laser-Ablation (HoLAP): Eine weniger verbreitete neue Methode, bei der Lasersonden über die Harnröhre zur Prostata geschoben und dort in das Gewebe eingestochen werden. Dabei wird das Gewebe zerstört.

Diese Laserverfahren verdampfen oder schneiden Gewebe heraus. Diesen drei Techniken ist zudem gemeinsam, dass das Gewebe, das gelöst oder weggedampft wird, vom Körper abgestoßen wird. Auch die meisten dieser Lasertechniken werden ambulant angewendet und verursachen weniger Nebenwirkungen als eine Operation. Sie weisen außerdem kaum Komplikationen auf.

Bislang vereinen diese Verfahren die Vorteile der minimal-invasiven Therapie mit minimalem Katheterbedarf. Trotzdem ist die Linderung der BPH-Symptome insgesamt nicht so vollständig und erfolgt langsamer als nach einer Operation. Und so dauert es oft einige Monate, bis die maximale Verbesserung des Harnflusses erreicht ist, welche diese Verfahren bieten. Eine Fünfjahresstudie mit 84 Patienten, die sich einer PVP unterzogen, zeigte eine durchgehende Wirksamkeit bei gleichzeitig minimalen Nebenwirkungen.

„Greenlight-Laser“

Mit dem „Greenlight-Laser“ haben Chirurgen des Münchner Universitätsklinikums Großhadern eine neue schonende Operationsmethode bei gutartiger Prostatavergrößerung entwickelt. Nachdem zunächst nur schwerkranke Patienten, die dauerhaft einen Blasenkatheter tragen mussten, mit dem grünen Laserstrahl operiert worden waren, wird das Verfahren neuerdings auch bei weniger starken Beschwerden eingesetzt.

Bei der neuen Lasermethode wird das vergrößerte Prostatagewebe durch einen neuartigen hochenergetischen KTP-Laser (Kalium-Titanyl-Phosphat-Laser) verdampft, sodass der Harnabfluss praktisch sofort erleichtert ist.

Bei korrekter Anwendung, so erläuterte der Leiter der Arbeitsgruppe BPH, Privatdozent Dr. Oliver Reich, sei die Komplikationsrate sehr gering. Ob das neue Verfahren die bisherige Standard-Methode TURP ablösen wird, ist gegenwärtig jedoch noch nicht absehbar, da Langzeitstudien über das Anhalten des Operationserfolgs noch fehlen.

Da die Anwendung des neuen Laserverfahrens eine spezielle Ausbildung erfordert, sollten Sie sich nur in die Obhut von Chirurgen begeben, die sich im deutschen Referenzzentrum für die „Greenlight“-Lasertechnik an der Universität München fortgebildet haben.

Kryotherapie

Genau von der anderen Seite her packt die Kryotherapie das Problem an: Hierbei wird das Prostatagewebe vereist. Diese Behandlungsmethode war in der Vergangenheit recht weit verbreitet. Studien haben allerdings inzwischen gezeigt, dass sie nicht so wirksam wie eine Operation oder andere Techniken ist. Daher wird die Kryotherapie kaum noch angewandt.

Wenn eine Behandlung mit Medikamenten versagt oder ein mäßiger bis schwerer Harnverhalt vorliegt, kann eine OP nötig werden. Und so bleiben operative Eingriffe typischerweise Patienten mit schwereren BPH-Problemen vorbehalten. Medikamente und minimal-invasive Verfahren verdrängten die Operationen teilweise. Dennoch bleibt der chirurgische Eingriff eine wirksame Behandlungsmethode.

Transurethrale Resektion der Prostata (TURP)

Bei der häufigsten operativen Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung schiebt der Arzt ein dünnes, starres, schlauchartiges Gerät (Resektoskop) durch die Harnröhre bis zur Prostata vor. Überschüssiges Drüsengewebe entfernt er mithilfe von Präzisionswerkzeugen in diesem Instrument.

Die TURP findet unter Vollnarkose oder in Rückenmarksanästhesie (Spinalanästhesie) statt, die Sie von der Hüfte abwärts schmerzfrei macht. Nach der Operation wird ein Blasenkatheter durch die Harnröhre eingeführt, der einige Tage zum Entleeren der Blase notwendig ist. Für gewöhnlich ist mit der TURP also ein Krankenhausaufenthalt von bis zu drei Tagen verbunden. Während dieser Zeit sind Sie auf den Katheter angewiesen und finden Blut im Urin.

Häufig treten eine deutliche Linderung oder sogar das Verschwinden der Symptome einer BPH innerhalb einiger Wochen nach der Operation ein. Die TURP ist allerdings häufig mit Blutungen und Beschwerden verbunden. Auch ist es nicht ungewöhnlich, dass Männer nach einer solchen Operation einen rückwärts gerichteten Samenerguss (retrograde Ejakulation) haben.

In diesem Fall verlieren Sie die Fähigkeit, Kinder zu zeugen. In seltenen Fällen kann TURP auch zu Impotenz und vorübergehender Inkontinenz führen. Bei vielen Männern herrscht die Angst vor, dass sie nach der operativen Behandlung einer BPH unter Impotenz leiden. Dies passiert jedoch nur in rund 2 bis 5 Prozent aller Fälle.

Transurethrale Inzision der Prostata (TUIP)

Die TUIP bezeichnet ein chirurgisches Verfahren, bei dem grundsätzlich ähnlich verfahren wird, man aber ein bis zwei kleine Einschnitte in die Drüse macht. Die Einschnitte vergrößern die Öffnung der Harnröhre, was das Wasserlassen erleichtert. Dieses Verfahren verursacht weniger Nebenwirkungen als andere operative Eingriffe bei BPH und erfordert gewöhnlich keinen Krankenhausaufenthalt. Die Wirksamkeit ist jedoch geringer und eine Wiederholung des Eingriffs vielleicht nötig.

Offene Operation (Prostatektomie)

Eine offene OP, bei der man das Organ ganz oder teilweise entfernt, ist in folgenden Fällen angebracht:

  • wenn Sie Blasenprobleme oder eine übermäßig große Prostata haben
  • wenn die Drüse nicht mittels TURP behandelt werden kann
  • wenn Komplikationen wie Blasensteine vorliegen

Bei den offenen Verfahren macht der Urologe einen Einschnitt im Unterbauch, um an das Organ heranzukommen. Die Entfernung der Prostata erfolgt dann durch die Bauchdecke. Die Prozedur ist außerdem mit einem Krankenhausaufenthalt von einigen Tagen verbunden. In Bezug auf die Linderung der BPH-Symptome ist die offene OP wirksam. Das Risiko für Nebenwirkungen, die denen der TURP ähneln, ist allerdings größer.

Bei Stents handelt es sich um kleine Gitterröhrchen bzw. Metallgeflechte. Sie werden bei einer Harnröhrenverengung zusammengefaltet in die Harnröhre eingeführt. Stents funktionieren quasi wie ein Tunnel: Wenn der Stent bis zur verengten Stelle geführt wurde, wird er ausgefaltet. Dadurch drückt er die verengte Harnröhre wieder auseinander, was beim Wasserlassen hilft.

Allerdings arbeiten Stents nicht immer zuverlässig und rufen unter Umständen Komplikationen hervor. Zudem ist ein einmal gesetzter Stent keine Lösung für immer, sondern er muss in regelmäßigen Abständen ausgewechselt werden. Für Patienten, die an Harnstau leiden, aber aufgrund ihres schlechten Allgemeinzustands nicht operiert werden können (nicht einmal minimal-invasiv), ist der Stent aber eine gute Alternative zum Blasenkatheter.

Neues Medikament gegen Prostatavergrößerung

Männer mit einer diagnostizierten benignen Prostatahyperplasie greifen oftmals auf ein neues Medikament zurück, um die Prostata wieder zu verkleinern: Wie der Wirkstoff Finasterid (Proscar®) ist die neue Substanz Dutasterid (Avodart®) ein 5-alpha-Reduktase-Hemmer.

Während Finasterid nur eine von zwei der 5-alpha-Reduktasen blockiert, die zu einer vergrößerten Prostata führen, hemmt Dutasterid beide Enzyme. Wie einige größere Studien zeigen, verbessert Dutasterid die Symptome einer BPH, inklusive Harnverhalt und Prostatagröße. Es trägt dazu bei, die Notwendigkeit von Operationen zu reduzieren.

Noch gibt es aber keine Vergleichsstudie zwischen Finasterid und Dutasterid, sodass nicht feststeht, ob eine der beiden Substanzen wirksamer als die andere ist. Urologen der Mayo Clinic begrüßen einen zweiten 5-alpha-Reduktase-Hemmer zur Behandlung der BPH, besonders seit neue Kombinationstherapien so vielversprechend sind.

Sie berufen sich auf neue klinische Studien des National Institute of Health, in der die Kombination eines 5-alpha-Reduktase-Hemmers mit einem Alphablocker wie Doxazosin oder Tamsulosin (z. B. Omnic®) das Fortschreiten der BPH effektiver verhindern als dies die alleinige Gabe eines der beiden Substanzen vermochte.

Vergroesserung prostata simptome

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