Prostatavergrößerung beim kastrierten rüden

Kastration des Rüden

Zwingender Grund, ein bestimmtes diagnostisches oder therapeutisches Verfahren bei einem gegebenen Krankheitsbild durch den Tierarzt einzuleiten. Auch bei chirurgischen Eingriffen.

Die Anzeichen für bestimmte Krankheitsbilder (Heilanzeichen) können durch die Ätiologie (Krankheitsursache), Pathogenese (Krankheitsentstehung) und die Intensität der Erkrankung angezeigt werden und so die Richtung der Therapie weisen.

Allgemeines

Die Kastration Verschneidung, Emaskulation

  1. Die chirurgische Kastration zielt auf die Entfernung der Gonaden (Keimdrüsen), z. B. Hoden oder Eierstöcke, um das Triebverhalten eines Tieres zu unterdrücken und die Fortpflanzung auszuschließen.
  2. Die chemische Kastration bewirkt die medikamentöse Ausschaltung der Geschlechtshormone und die Unterdrückung des Triebverhaltens.

Durch die Kastration eines Tieres werden die folgenden Ziele verfolgt:

  1. Pferd: Hengst, Zügelung des Temperamentes, Ausschluss von der Zucht wegen Gendefekten, nach Abgang von der Zuchtstation oder Rennbahn. Bei der Stute ist die Nymphomanie eine Indikation.
  2. Rind: Stiere, zur Zügelung des Sexualtriebes und zur Erzielung einer besseren Mastleistung. Kühe bei Nymphomanie, tumorösen Veränderungen an den Eierstöcken und Blutungen an den Eierstöcken.
  3. Schwein: Eber, zur Vermeidung des starken Geschlechtsgeruches im Fleisch und zur Erzielung einer besseren Mastleistung.
  4. Hahn: Die Kastration beim Hahn wird als Kapaunisieren bezeichnet. Sie dient der Unfruchtbarmachung und der besseren Mastleistung. Der kastrierte Hahn wird als Kapaun bezeichnet.
  5. Hund: Rüde, zur Zügelung des Temperamentes, Ausschluss von der Zucht wegen Gendefekten, z. B. PRA oder Kryptorchismus, Vermeidung von Bindegewebsschwächen, z. B. Perinealhernien, Prostataproblemen, Hodenkrebs und unerwünschtem Decken. Bei der Hündin wird die Läufigkeit ausgeschaltet, das Brustkrebsrisiko gesenkt, hormonelle Fehlsteuerungen werden abgestellt und die Gebärmuttervereiterung verhindert.
  6. Katze: Der Kater soll vor allem domestiziert werden und so das lästige Harnspritzen und Markieren im Haus verhindern. Bei älteren Katern ist der Geschlechtsgeruch sehr intensiv, was das Zusammenleben im Haushalt erschwert. Ein weiterer Grund ist das Vermeiden von Revierkämpfen und das damit verbundene Risiko von Verletzungen und Infektionen, welche die Folgen sein können. Bei der Katze soll vor allem die Fortpflanzung unterbunden werden. Auch die Rolligkeit, die mit lautem Geschrei einhergeht und mehrfach im Frühjahr und Herbst auftritt, kann zu schweren Auseinandersetzungen mit der Nachbarschaft führen.

„><a href="/component/finder/search?q=Kastration&f=1&Itemid=0">Kastration</a>“> des Rüden zielt auf die Unterbindung des Fortpflanzungsverhaltens und die Spätfolgen von hormonellen Störungen. Sie dient zur Vorbeugung unterschiedlicher daraus resultierender Krankheitsbilder.

Männliche Keimdrüsen, bestehend aus Hunderten von Läppchen, die durch Bindegewebe voneinander getrennt sind. In den Hodenkanälchen werden die Samenzellen gebildet.

„><a href="/component/finder/search?q=Hoden&f=1&Itemid=0">Hoden</a>“> chirurgisch entfernt werden.

Gesetzliche Grundlagen und Einschränkungen

Nach § 6 Tierschutzgesetz fällt die Kastration von Hunden (männlichen und weiblichen) ebenso wie das Kupieren von Ohren und Ruten sowie das Entfernen der Wolfskrallen unter das Amputationsverbot und darf nur bei Vorliegen von medizinischen Gründen vorgenommen werden.

Der Wunsch des Tierbesitzers ist dafür nicht ausreichend und eine nur aus Bequemlichkeit vorgenommene Kastration damit illegal!

Indikation

Die Kastration des Rüden kann aus folgenden Gründen angezeigt sein:

Hodenhochstand, wobei der Hoden durch eine Erkrankung oder einen Gendefekt nicht aus der Bauchhöhle in den Hodensack absteigt. Bei einigen Tieren kann der Hoden im Leistenkanal verbleiben. In diesem Fall spricht man vom ingulinalen Kryptorchismus.

Der Hodenabstieg sollte beim Rüden mit Ereichen der 8. Woche abgeschlossen sein. Beim Kater sollten dieser bei der Geburt schon im Hodensack liegen, ist aber häufig schwer zu ertasten.

„><a href="/component/finder/search?q=Kryptorchismus&f=1&Itemid=0">Kryptorchismus</a>“> , PRA etc.

  • Hormonell bedingte Hypersexualität beim Rüden
  • Hormonell bedingtes Dominanzverhalten vom Rüden
  • Hormonell bedingtes Aggressionsverhaltens gegen Rüden und Menschen
  • Tumorerkrankungen: z. B. Hodenkrebs , Perianaldrüsentumore
  • Prostata-Erkrankungen: z. B. Prostatahyperplasie/Prostatahypertrophie
  • Hormonstörungen: Feminisierungssyndrom
  • Bindegewebsschäche: z. B. Perinealhernien, Leistenbruch, etc.
  • Vorhautentzündung mit chronisch gr.:chronos = Zeit – langwierig, schleppend

    Die Entwicklung der Krankheit verläuft schleppend über Monate bis Jahre.

    Krankheiten mit einem chronischen Verlauf charakterisieren sich durch schwache Symptome, die das erkrankte Tier auszehren können und bis zur völligen Erschöpfung führen können. Der Erreger ist nicht stark genug, das Tier in einem kurzen Zeitraum zu schwächen, gleichzeitig ist das erkrankte Tier von seinem Abwehrsystem nicht ausreichend geschützt und kann den Erreger nicht abtöten.

    Ein an Borreliose erkrankter Hund kann nach Monaten Gelenkschwellungen und Lahmheit zeigen. Bei schwachem Abwehrsystem kann das Bakterium sich im Organismus ausbreiten und beispielsweise den Herzmuskel befallen. Es kann zur Schwächung kommen und bei sehr schwerem Verlauf kann der Tod folgen. Bis zum Eintreten des Todes können jedoch Jahre vergehen. In dem meisten Fällen wird eine Teilimmunität erreicht, wodurch das Ausschwärmen des Erregers in der Organismus verhindert wird.

    „><a href="/component/finder/search?q=chronisch&f=1&Itemid=0">chronisch</a>“> exzessiver Smegmaproduktion, starker grün-gelblicher Ausfluss aus der Vorhaut

  • Vorteilhafte Verhaltensänderungen bei Rüden nach der Kastration

    • ausgeglicheneres Verhalten
    • verbesserter Gehorsam
    • Verminderung der Aggressivität gegen Rüden
    • verminderte Aggressivität gegen Familienmitglieder
    • verminderte Aggressivität gegen Fremde

    Die Nachteile sind gering. Vor allem ist der folgende erste Punkt von Bedeutung, da sämtliche Familienangehörige und Mitarbeiter in Firmen gefordert sind, sich an die Futterrestriktion zu halten und dem Hund nicht ständig etwas anzubieten.

    „><a href="/component/finder/search?q=Ernährung&f=1&Itemid=0">Ernährung</a>“> und zu wenig Bewegung: Gewichtszunahme. Das Futter muss nach der Kastration um 1/3 reduziert werden, die sportliche Auslastung muss erhöht werden, um der Fettleibigkeit ( Adipositas lat: adeps = Fett

    Krankhafte Vermehrung des Körperfettes mit Übergewicht als Folge.

    1. Ernährungsfehler
    2. Überfütterung
    3. Stoffwechselstöhrungen
    4. Erbliche Ursachen
    5. Medikamente

    „><a href="/component/finder/search?q=Adipositas&f=1&Itemid=0">Adipositas</a>“> ) und Trägheit vorzubeugen.

  • Rüden, die im fortgeschrittenen Alter kastriert werden, sind schwieriger in Form zu halten.
  • Einige Rassen, z. B. Setter, Cocker, Retriever bekommen „Babyfell“. Das ist beim Rüden jedoch seltener als bei der Hündin.
  • Aus unbekannten Gründen können unkastrierte Rüden ein reges sexuelles Interesse für den kastrierten Rüden (etwa 2 %) entwickeln. Gelegentliche Besteigungsversuche bei etwa 8 % der Hunde.
  • Bereits inkontinente Hunde können eine Verstärkung des Harnträufelns zeigen. Bestand vor der Kastration keine Inkontinenz, so ist die Wahrscheinlichkeit eines Harnträufelns durch die Kastration im Gegensatz zur Hündin auszuschließen.
  • Prostatavergrößerung beim kastrierten rüden

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    unser schwarzer Rьde hatte immerwiederkehrende Prostataentzьndungen und eine dauerhaft vergrцsserte Prostata, teilweise mit Kotverhalten.

    Bei ihm hat letztlich nur die Kastration geholfen, nach einer langwierigen Behandlung u.A. auch mit Hormonen.

    Bei meinem Hund Buddy, gerade mal 2 Jahre alt, wurde gestern beim TA eine vergrцsserte Prostata, bzw. eine Prostataentzьndung festgestellt. Im Urin wurden erhцhte Eiweisswerte, Blut und haufenweise superaktive Spermien gefunden, Blasenentzьndung etc. wurde ausgeschlossen.

    Ursache ist die Tatsache, dass die Lдufigkeitszeit langsam wieder losgeht. Er bekommt jetzt Antibiotika gegen die Entzьndung und Ypozane, ein Hormonprдparat, dass binnen kьrzester Zeit die Bildung von Testosteron blockt. Lдngerfristig werde ich ihn nun wohl kastrieren lassen mьssen, was mich sehr traurig macht. Ypozane wirkt ca. 5 Monate, erfolgt in dieser Zeit keine Kastration, so kommt die Prostatitis wohl mit hцchster Wahrscheinlichkeit zurьck. 🙁

    Ich hoffe sehr, dass mein Scheisser den ganzen Mist gut ьbersteht. Der Entschluss, ihn kastrieren zu lassen steht fest, die TД meinte lediglich, dass es besser sei, die Entzьndung der Prostata erst auszukurieren und den Eingriff im Anschluss (so in ca 4 Monaten) durchzufьhren. Ich vertraue ihr da.

    Weitere Beitrдge und Erfahrungsberichte zum Thema wьrden mich freuen!

    nichts angemerkt hat. Er wollte nur nicht mehr wirklich spazieren gehen und hatte Probleme

    beim Kot absetzen. Dewegen dachte ich auch er hдtte einen Darminfekt oder Entzьndung. Der

    Tierarzt bei dem ich damals war hatte ihn auch nicht groЯartig untersucht und so bin noch zu

    zwei anderen TA hingegangen, Der letzte wustte auf anhieb was mit los war. Er hatte dann

    erstmal Spritzen und Tabletten bekommen und man merkte auch ziemlich schnell, dass ihm

    besser ging. Dann kamen aber wieder die selben Beschwerden und beim Ultraschall in der

    Tierklinik wurde auch leider der Tumor entdeckt. Leider ging dann alles ganz schnell mit den

    Mein jetziger Rьde hat bislang keine Probleme, ich habe aber vor, ihn beim jдhrlichen Check

    untersuchen zu lassen. Ich habe evtl. vor im nдchsten Jahr die Zuchttauglichkeitsprьfung zu

    machen. Aber wenn er damit damit anfangen sollte kommen die Dinger sofort weg.

    Unsere TД meinte, ich hдtte die Entzьndung sehr schnell erkannt, eigentlich merkt man Buddy die Schmerzen nur an, a) weil er von Natur aus bissl empfindlich ist (Kerl halt) und b) wenn wir lдnger als ne gute Stunde am Stьck unterwegs sind (das sind wir glьcklicherweise tдglich) und die Blase so richtig leer wird. Nicht auszudenken, wenn ich so wie genьgend Hundbesitzer in der Regel nicht lдnger als ne 3/4 Std am Stьck laufen wьrde, dann hдtte es laut TД noch Monate gedauert, bis ich bemerkt hдtte, dass was nicht stimmt.

    Kotabsatzschwierigkeiten hatte er auch keine.

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    Prostatavergrößerung beim kastrierten rüden

    Kastration – Wenn die Hormone verrückt spielen

    Gesundheitliche und Verhaltensprobleme eines Rüden lassen viele Hundebesitzer mit dem Gedanken spielen, Ihren Hund kastrieren zu lassen. Warum aber wird die Diskussion „Kastration: ja oder nein“ häufig sehr kontrovers geführt und gibt es Alternativen zur chirurgischen Kastration? Diese gibt es, aber dazu später.

    Medizinische Gründe für eine Kastration wie die gutartige Prostatavergrößerung oder andere Hormon- (Testosteron) abhängige Erkrankungen des Rüden lassen sich leicht erklären und sind selten Gegenstand einer kontroversen Diskussion.

    Die Kastration zur Therapie von Verhaltensproblemen beim Rüden löst in der Regel widersprüchliche und emotionale Reaktionen aus. Wo aber liegt nun das Pro und Contra einer Rüdenkastration zur Lösung von Verhaltensproblemen?

    Es scheint, dass wir uns mit unseren Hunden sehr viel mehr persönlich identifizieren, als mit anderen Haustieren. So werden die Vor- und Nachteile einer Kastration beim Kater, Hengst oder den landwirtschaftichen Nutztieren rational abgewogen; beim Hund verläuft die Diskussion mehr emotional.

    Was bewirkt nun die Kastration wirklich im Verhaltensbereich des Rüden?

    Zunächst einmal werden die Probleme, die direkt aus testosteronabhängigen Verhaltensweisen entstehen, reduziert. Dazu zählen beim erwachsenen Rüden das Urinmarkieren im Haus, Unruhe, häufiges Jaulen, übertriebenes Imponiergehabe und aggressives Konkurrenzverhalten gegenüber anderen Rüden und das Streunen auf der Suche nach einer läufigen Hündin.

    Die weit verbreitete Meinung, dass Rüden durch die Kastration ruhiger werden, ist in der Regel nicht richtig. Kastrierte Rüden neigen zwar eher zum Fettansatz und ab einem gewissen Übergewicht auch zu einem entsprechenden Phlegma, aber dieses Problem ließe sich durch eine adäquate Fütterung vermeiden. Die Reduktion des Testosterons an sich hat keine Auswirkung auf das Temperament und den Bewegungsdrang der Hunde.

    Männliche Tiere sind bei den meisten Tierarten aggressiver als weibliche – so auch beim Hund. Trotzdem wird die Aggressionsbereitschaft nach einer Kastration nur das sexuelle Konkurrenzverhalten gegenüber anderen Rüden beeinflussen. Rüden, die sich aggressiv gegenüber Hunden beiderlei Geschlechts oder gegenüber dem Menschen zeigen ist eine Verhaltensänderung nach Kastration nicht zu erwarten.

    Bei Rangordnungsproblemen zwischen zwei gleichstarken Rüden im selben Haushalt ist die Kastration des tendenziell weniger durchsetzungsfähigen Rüden manchmal die einzige Möglichkeit den Hausfrieden wieder herzustellen. Aber Vorsicht: Kastriert man den falschen Rüden, werden die Auseinandersetzungen noch stärker. Obwohl Rangordnungsprobleme zwischen Mensch und Hund wesentlich häufiger mit Rüden entstehen als mit Hündinnen, stellt die Kastration hierfür kein Allheilmittel dar. Übrigens auch dann nicht, wenn die Kastration vor der Pubertät durchgeführt wird. Die Tendenz zu sozial-dominantem Verhalten beim Rüden ist zum Teil genetisch bedingt. Entsprechende Verhaltensmuster lassen sich häufig schon im frühen Welpenalter beobachten. Viel wichtiger bei Rangordnungsproblemen zwischen Hund und Herrchen/Frauchen sind die Fehler, die der Mensch häufig von Anfang an im Umgang mit den Hunden macht. Bei nur einem kleinen Teil der Rangordnungsprobleme ist die Kastration als unterstützende Maßnahme sinnvoll. Wichtiger ist es sich in diesen Fällen um professionelle Hilfe bei der Entscheidungsfindung zu bemühen.

    Das ständige Aufreiten beim Menschen, das einige Rüden im Laufe ihrer Pubertät entwickeln, ist häufig – aber nicht immer – durch eine Kastration zu beseitigen. Der hormonelle Anteil am Ursachenkomplex ist hier nur einer von vielen Faktoren.

    Die Ausprägung vieler geschlechtsspezifischer Verhaltensmuster auf das Gehirn finden schon in der vorgeburtlichen Entwicklungsphase statt. Der aktuelle Testosteronspiegel ist nur in wenigen Verhaltensbereichen entscheidend. Andererseits wirkt sich der soziale Erfolg deutlich auf die Hormonproduktion aus. Beim Sieger einer sozialen Auseinandersetzung steigt der Testosterongehalt an. Der Hormonspiegel ist damit aber nicht Ursache, sondern Folge des sozialen Aufstiegs.

    Nach einer Kastration sinkt der Testosterongehalt innerhalb weniger Stunden auf nicht mehr messbare Werte ab. Eine gewünschte Verhaltensänderung ist aber erst im Verlauf von Wochen oder gar Monaten zu beobachten. Offensichtlich spielen hier genetische und erlernte Effekte eine wichtige Rolle.

    In Zweifelsfällen lässt sich die Wirkung einer Kastration durch Antihormonelle Medikamente weitgehend imitieren. Hierzu injiziert ein Tierarzt ein ca. reiskorngoßes Implantat. Dieses gibt ca. 6 Monate lang einen Wirkstoff ab, der verhindert, dass körpereigene Botenstoffe zur Produktion von Testosteron im Hoden freigesetzt werden. So sinken nach ca. zwei bis drei Wochen die Testosteronwerte im Blut auf ein gleichniedriges Niveau wie nach einer Kastration ab.

    Der Rüde ist dann nach ca. 6 Wochen nach Implantation für einen begrenzten Zeitraum von ca. 5–6 Monaten fortpflanzungsunfähig.

    Das antihormonelle Implantat kann auch dazu herangezogen werden, um die Wirkung einer Kastration auf unerwünschtes Verhalten abschätzen zu können. Sei es auch nur, um überzeugten Kastrationsgegnern zu beweisen, dass der kastrierte Rüde weder Jagdtrieb noch sein Schutzverhalten einbüßt und sich auf der Hundewiese nicht von jedem Yorkshire-Terrier dominieren lässt.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Kastration des Rüden neben der Therapie hormonell bedingter Erkrankungen und dem Wunsch nach Unfruchtbarkeit auch unter Umständen ein Lösungsansatz zur Beseitigung von geschlechtsspezifischen Verhaltensproblemen darstellt. Dieses ist aber in der Regel nur als unterstützende Maßnahme im Rahmen einer Verhaltenstherapie sinnvoll.