Prostatakarzinom psa wert keinen

PSA-Bluttest: Kein Sex mehr vor dem Prostata-Test?

Sie lassen sich zur Vorsorge auf Prostata-Krebs testen. Der Prostata-Spezifische-Antigen (PSA)-Bluttest ergibt, dass Ihr PSA-Spiegel im Blut erhöht ist. Ihr Arzt fragt Sie nun, ob Sie 24 Stunden vor dem Test eine Ejakulation hatten. Sie fragen sich, was dies mit der Blutuntersuchung zu tun hat.

Der PSA-Bluttest bestimmt die Menge des Prostata-Spezifischen-Antigens, die in Ihrem Blut zirkuliert. PSA ist ein natürliches Produkt der Vorsteherdrüse und dient der Verflüssigung des Samens. Eine kleine Menge zirkuliert normalerweise im Blut.

Erhöhte Konzentrationen können auf eine vergrößerte Prostata, Prostata-Krebs oder eine Entzündung des Organs hinweisen. Unabhängig von diesen Erkrankungen kann eine Ejakulation ein Faktor sein, der vorübergehend den PSA-Spiegel erhöht und deshalb fälschlicherweise auf ein mögliches Prostata-Problem hinweist. Über die genaue Auswirkung einer Ejakulation auf den PSA-Spiegel wird allerdings noch diskutiert.

Die meisten Studien berichten über einen Anstieg des PSA-Spiegels unmittelbar nach einer Ejakulation. Es gibt nach diesen Studien aber auch große Unterschiede über den Zeitraum, innerhalb dem der PSA-Spiegel wieder auf sein normales Niveau fällt. Tatsächlich zeigen einige Studien einen unmittelbaren Rückgang, während in anderen Studien der PSA-Spiegel über 48 Stunden erhöht bleibt. Eine ganze Reihe von Studien liegt in ihren Ergebnissen zwischen diesen beiden Extremen.

Die Experten der Mayo Clinic sind der Meinung, dass eine Ejakulation innerhalb von 24 Stunden vor einem PSA-Bluttest die Ergebnisse verfälschen kann. Um ein verzerrtes Testergebnis zu vermeiden, sollten Männer 24 Stunden vor dem Prostata-Test keine Ejakulation mehr haben.

Informationen für Betroffene

Empfehlung

Diagnose von Prostatakarzinom

Für Diagnose des Prostatakarzinoms werden folgende Methoden verwendet: die digitale Rektale Untersuchung, der PSA-Wert, die Ultraschalluntersuchung, Biopsie und die Magnetresonanztomographie.

Die digitale Rektale Untersuchung

Erster Schritt bei der Prostatakrebs Diagnose ist die digital rektale Tastuntersuchung (DRU), bei der die Größe und Beschaffenheit der Prostata mit dem Finger vom Mastdarm aus abgetastet wird. Die Prostata liegt am Mastdarm an; sie kann daher durch den Enddarm mit den Fingern gut ertastet werden. Die Untersuchung ist schmerzlos, wenn auch unangenehm. Sie dauert wenige Minuten und erlaubt es dem Arzt festzustellen, ob die Prostata gesund oder hart bzw. vergrößert ist. Sollte er Veränderungen ertasten, so sind weitere Untersuchungen nötig. Die Tastuntersuchung allein kann noch keinen Aufschluss darüber geben, ob eine vergrößerte Prostata einen bösartigen Tumor trägt oder nicht.

PSA ist eine Abkürzung für Prostata Spezifisches Antigen; dieses ist ein von der Prostata gebildeter Eiweißkörper. Bei einer Prostataerkrankung kann seine Konzentration im Blut erhöht sein.

PSA wird zur Früherkennung von Prostatakrebs untersucht.

Für die Untersuchung nimmt der Arzt eine Blutprobe des Patienten und lässt sie im Labor auswerten. Ist der PSA-Wert erhöht, so kann dies ein Hinweis auf ein Prostatakarzinom sein.

Klassisch werden folgende PSA-Werte zur Bestimmung eines Prostatakarzinoms angenommen:

  • PSA-Normalwert: 0 bis 4 ng/ml
  • Graubereich: mehr als 4 bis 10 ng/ml
  • Karzinomverdächtig: mehr als 10 ng/ml

Es muss beachtet werden, dass ein erhöhter PSA-Wert nicht nur wegen einer Prostata-Erkrankung auftreten kann. Auch ergibt ein und dieselbe Probe in verschiedenen Labors meist unterschiedliche Werte. Die Aussagekraft des PSA-Wertes kann trügerisch sein; so wurde etwa bei 20 Prozent der Patienten trotz eines PSA im Normalbereich ein Prostatakarzinom nachgewiesen.

Die Ultraschalluntersuchung (transrektale Sonografie) erlaubt Genauere Lokalisation und Größenbestimmung. In den After des Patienten wird dabei eine Ultraschallsonde eingeführt. Der Arzt kann die Prostata am Bildschirm sichtbar machen, dabei wird ein Tumor meist erkennbar.

Auch das Volumen der Prostata kann auf diese Weise bestimmt werden. Dies ist eine Voraussetzung für die Errechnung des volumensabhängigen PSA-Wertes. Die beiden Untersuchungen gehen Hand in Hand.

Die Ultraschalluntersuchung ist wie die Tastuntersuchung schmerzfrei. Sie ist für den Patienten unschädlich.

Bei der Biopsie stanzt der Arzt mit einer Nadel mehrere Gewebeproben aus der Prostata. Das geschieht erst, wenn die Tastuntersuchung und/oder die PSA-Wert-Bestimmung auf einen Tumor schließen lassen. Vorsicht, bei der Biopsie können Krebszellen in den Blut- oder Lymphkreislauf gelangen. So kann ein an sich harmloser Tumor metastasieren – wegen einer Untersuchung, die eigentlich helfen sollte, die Krankheit zu heilen!

Aber auch die Biopsie selbst kann für den Patienten bereits zu Problemen führen. Sie kann zwar ohne Betäubung vorgenommen werden, ist aber dann schmerzhaft. Wenn sich in den entnommenen Gewebeproben Krebszellen befinden, so werden diese eindeutig erkannt. Sticht der Arzt aber nur einen Bruchteil eines Millimeters neben dem Krebsgeschwür ein, so wird die Probe nur gesunde Zellen enthalten. Die Diagnose lautet dann "gesund", obwohl gleich nebenan der Tumor sitzt. Durch das Stanzen entstehen kleine Narben, die einen Tumor zu schnellerem Wachstum anregen können. Schließlich können umliegende Gewebe verletzt werden, es kann zu Blutungen und Infektionen kommen.

Und das alles für ein Ergebnis, an dem man nicht einmal ablesen kann, ob der Krebs metastasiert ist oder nicht.

Diese Methode zeigt genau, wo der Tumor sitzt und ob er die Kapsel bereits verlassen hat. Es ist ein bildgebendes Verfahren, das bedeutet, dass das Innere des Körpers am Monitor dargestellt wird. Es nimmt Wunder, dass diese Untersuchungsmethode so selten zum Einsatz kommt.

Die Magnetresonanztomographie dient beim Prostatakarzinom in erster Linie zur Suche nach Metastasen

Mit der MRT kann man sich nicht nur die Prostata ansehen, sondern auch die Lymphknoten. Auf diese Weise erkennt der Arzt frühzeitig, ob die Lymphknoten befallen sind oder nicht. Trotz der ausgezeichneten Möglichkeiten dieser Methode wird sie immer noch sehr selten angewendet.

Prostatakrebs

Verwandte Beiträge

Alle Fragen zu Untersuchungen bei Krebsverdacht

Zu den Krankheiten von A bis Z

Was passiert, wenn die Biopsie der Prostata keinen Krebsbefund ergeben hat?

Zunächst einmal ist das natürlich eine sehr gute Nachricht. Wie es weitergeht, hängt dann davon ab, welcher Verdacht dazu geführt hat, eine Gewebeprobe zu entnehmen. War dies ein erhöhter PSA-Wert, sollte dieser in weiteren Kontrolluntersuchungen erneut gemessen werden.

Bleibt er gleich oder sinkt er wieder, sind keine weiteren invasiven Untersuchungen notwendig. Wenn der PSA-wert allerdings weiter sehr hoch bleibt oder weiter ansteigt, muss zur Sicherheit evtl. eine weitere Biopsie vorgenommen werden. Das gilt auch, wenn andere auffällige Befunde bestehen bleiben oder zunehmen.