Prostata vorbeugung maßnahmen

Vorbeugung von Erkrankungen der Prostata

  1. Achten Sie auf regelmäßige Blasenentleerung.
  2. Ausreichendes Trinken zur Spülung der Harnwege
  3. Vermeiden Sie direkten Kälteeinfluss, z.B. durch Sitzen auf kalter Unterlage.
  4. Rasches Wechseln nasser oder durchschwitzter Kleidung
  5. Bei Verdacht auf Harnwegsinfekt frühzeitige Behandlung einleiten
  1. Gesunde, fettarme Ernährung
  2. Einhalten des Normalgewichts
  3. Ausreichende Bewegung
  4. Maßvoller Alkoholgenuss
  5. Rauchverzicht
  6. Bei Beschwerden beim Wasserlassen rechtzeitige Untersuchung und Behandlung
  1. Gesunde, fettarme Ernährung
  2. Einhalten des Normalgewichts
  3. Ausreichende Bewegung
  4. Maßvoller Alkoholgenuss
  5. Rauchverzicht
  6. Wahrnehmen der Vorsorgeuntersuchung ab 45 Jahren, da ein beginnender Prostatakrebs keine Beschwerden macht, jedoch im Frühstadium sehr gut behandelt werden kann

Was ist die Prostata?

Die Prostata ist eine Drüse mit Ausführungsgängen, die in die Harnröhre münden. Sie produziert ein Sekret, das bei der Ejakulation in die Harnröhre abgegeben wird und sich dort mit den Spermien vermischt. Das Prostatasekret macht etwa 30 % des Ejakulates aus. Da in der Vagina zum Schutz vor Infektionen ein saures Milieu herrscht, erhöht das Prostatasekret mit seinem alkalischeren pH-Wert von 6,4 die Überlebenschancen der Spermien. Außerdem unterstützt das Prostatasekret die Beweglichkeit der Spermien. Bei der Ejakulation kommt es zu rhythmischen Kontraktionen der Prostata. Dies trägt einen wesentlichen Teil zur Orgasmusempfindung bei. Durch eine Zusammenziehung des Blasenhalses verhindert sie auch den Rückstoß des Ejakulats in die Blase. In den Epithelzellen der Prostata wird das prostataspezifische Antigen (PSA) gebildet . Dieses Enzym macht das Ejakulat dünnflüssiger. Das PSA ist ein wichtiger Blutwert, um Prostataerkrankungen, insbesondere den Prostatakrebs, einzustufen.

Prostataerkrankungen

Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist eine gutartige Vergrößerung der Prostata, die zu einer Harnabfluss-Störung führen kann. Prostatakrebs (Prostatakarzinom) nennt man einen bösartigen Tumor der Prostata. Die BPH betrifft die zentrale Zone der Prostata um die Harnröhre herum. Das Prostatakarzinom geht meist von den äußeren Drüsenanteilen aus. Beide Erkrankungen treten typischerweise im höheren Lebensalter auf. Als Prostatitis bezeichnet man eine Entzündung der Prostata.

Benigne Prostatahyperplasie

Synonyme: Prostataadenom, gutartige Prostatavergrößertung

Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist die häufigste Erkrankung des Mannes jenseits der Lebensmitte. Bei der BPH vermehrt sich das Drüsen- und Bindegewebe der Prostata. Dadurch kann die Harnröhre eingeengt werden. Im Anfangsstadium stehen die Reiz-Beschwerden im Vordergrund mit gehäuftem Wasserlassen, vermehrtem Harndrang, Nachträufeln und nächtlichemToilettengang. Im weiteren Verlauf kommt es zur Abschwächung des Harnstrahls und zur unvollständigen Blasenentleerungen. Im fortgeschrittenen, nicht behandelten Stadium der BPH kann daraus ein Harnaufstau bis in die Nieren zurück entstehen, was unbehandelt zu einem Nierenversagen führen kann. Diese Komplikation ist heutzutage sehr selten. Bei der Diagnose der BPH kann der IPSS-Fragebogen helfen.

Zur Prävention ist es wichtig, auf eine gesunde Lebensweise zu achten mit ausreichend Bewegung und gesunder Ernährung.

Die Therapie im Anfangsstadium erfolgt medikamentös in Form von Tabletten. Welches Präparat bzw. welchen Wirkstoff man auswählt richtet sich nach den Beschwerden und den Untersuchungsergebnissen beim Urologen. Pflanzenpräparate (ProstaFink®, Prosta-gutt®, Azuprostat®. ) werden vor allem bei irritativen Reiz-Beschwerden eingesetzt. Alphablocker (Tamsulosin, Alfuzosin, Doxazosin) und Phosphodiesterase-5-Inhibitoren (Tadalafil) entspannen die Muskulatur der Blase und der Prostata. 5α-Reduktasehemmer (Finasterid, Dutasterid) verkleinern die Prostata und Antimuskarinergika (Trospium, Solifenacin. ) beruhigen die Blasenaktivität.

Eine Operation der Prostata wird empfohlen, wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist oder die medikamentöse Behandlungen keine ausreichende Wirkung zeigt. Es gibt zahlreiche Operationsverfahren zur Behandlung der BPH: Die konventionelle Ausschabung (Resektion) der Prostata mit einer Elektroschlinge (TUR-P), die Laserevaporisation, bei der das Prostatagewebe verdampft wird (TUL-P), die Laserenukleation, bei der die Prostata mittels Laser ausgeschält wird (HoLEP, ThuLEP) oder die offene Prostataenukleation, bei der die Prostata nach einem Bauchschnitt aus der Kapsel herausgeschält und entfernt wird. Darüber hinaus gibt es weitere alternative Operationsmethoden, die sich jedoch noch nicht standardmäßig etabliert haben. Jedes operative Verfahren hat unterschiedliche Risiken sowie verfahrensindividuelle Vor- und Nachteile. Ihr Urologe kann sie bei der Behandlung der BPH beraten.

Prostatakrebs

Prostatakrebs nennt man einen bösartigen Tumor der Prostata. Er ist der häufigste bösartiger Tumor und nach Lungen- und Dickdarmkrebs die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache bei Männern in Deutschland.

Es ist wissenschaftlich belegt, dass eine gesunde Ernährung das Risiko senkt an Prostatakrebs zu erkranken. Weitere Informationen finden sie hier.

Die wichtigste Maßnahme der Früherkennung ist die jährliche Krebsvorsorge beim Urologen. Der PSA-Test und der transrektale Prostata-Ultraschall erhöhen die Sicherheit, einen Prostatakrebs auszuschließen beziehungsweise früh zu erkennen. Wenn bei der Untersuchung die Prostata auffällig erscheint oder der PSA-Wert erhöht ist, sollte eine Gewebeentnahme aus der Prostata (Prostatastanzbiopsie) erfolgen, um zu einer Diagnose zu gelangen.

Ist ein Prostatakarzinom festgestellt worden, gibt es verschiede Behandlungsmethoden: Die operative Entfernung der gesamten Prostata (radikale Prostatektomie), eine Strahlentherapie, eine Chemotherapie oder eine Hormonentzugstherapie. Welche Behandlung empfohlen wird, richtet sich nach dem Gesundheitszustand des Patienten, der Ausdehnung des Tumors und dem feingeweblichen Untersuchungsbefund. Bei einem langsam wachsenden Prostatakarzinom kann man auch abwarten, wie sich der Tumor entwickelt, bevor man eine Therapie einleitet.

Prostatitis

Die Prostatitis ist eine Entzündung der Vorsteherdrüse. Es gibt unterschiedliche Arten der Prostatitis. Die Klassifikation der Krankheit und die Wahl der Behandlung richtet sich nach der Dauer der Beschwerden und danach, ob ein Keim nachweisbar ist.

Akute Prostatitis

Bei der akuten Prostatitis treten Schüttelfrost, Fieber, Bauch- und Dammschmerzen und Beschwerden beim Wasserlassen auf. Die Bakterien, welche eine akute Prostatitis verursachen, können im Urin nachgewiesen werden. Die akute Prostatitis wird mit Antibiotika behandelt.

Chronische Prostatitis

Eine chronische Prostatitis liegt vor, wenn die Beschwerden länger als 3 Monate bestehen und mehrfach Keime im Urin oder im Prostatasekret nachgewiesen werden.

Die Symptome der chronischen Prostatitis sind vielfältig. Folgende Beschwerden können einzeln oder in Kombination vorliegen: Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, Restharngefühl, Schmerzen im Bereich des Unterbauchs, des Penis, der Hoden, des Damms, der Leisten sowie in der Lendengegend und auch Schmerzen während und insbesondere nach der Ejakulation.

Die chronischen Prostatitis kann durch verschieden Ursachen hervorgerufen werden. Eine chronisch bakterielle Infektion, ein Rückfluss von Urin in das Prostatagewebe, ein gestörter Harnabfluss aus der Blase, Muskel- oder Sehnenverspannungen im Becken und psychosomatische Erkrankungen können Gründe dafür sein. Bei der Diagnosestellung der chronischen Prostatitis kann der NIH-CPSI-Fragebogen helfen.

Die Chronische Prostatitis wird mit einer Antibiotikatherapie über 4-6 Wochen behandelt.

Chronisches pelvines Schmerzsyndrom, englisch: chronic pelvic pain syndrome (CPPS)

Synonym: Prostatodynie, psychovegetatives Urogenitalsyndrom, Prostatopathie

Das CPPS ist charakterisiert durch ein über 3 Monate bestehendes Beckenschmerzsyndrom ; ein Keimnachweis mit mikrobiologischen Standardmethoden gelingt hier nicht.

Die Ursache der Erkrankung ist nicht eindeutig geklärt. Die Beschwerden gleichen denen der chronischen Prostatitis. Eine chronische Prostatits kann dem chronischen Beckenschmerzsyndrom vorrausgegangen sein.

Die Prostata wird durch das vegetative Nervensystem versorgt und kann deshalb – genau wie andere Organe auch – durch körperlichen oder seelischen Stress beeinflusst werden. Bewegungsmangel, langes Sitzen und Verstopfung durch ballaststoffarme Ernährung können zu einer Einengung im Beckenbereich führen und dadurch die Prostata beeinträchtigen. Stressreduktion, Entspannung, eine gesunde Ernährung und Sport können die Beschwerden lindern. Regelmäßige Ejakulationen beim Geschlechtsverkehr oder durch Masturbation können ebenfalls helfen, die Prostata zu entlasten.

Die Therapie des CPPS beginnt mit einer Langzeitantibiotikatherapie über 4–6 Wochen. Trotz des fehlenden Nachweises für eine bakterielle Infektion zeigten Studien im frühen Krankheitsstadium dadurch gute Heilungschancen. Wenn keine Besserung eintritt können spezifische Prostatamedikamente wie Alpha-Blocker oder 5α-Reduktasehemmer eingesetzt werden. Auch pflanzliche Medikamente und Spurenelemente (Quercetin, Pollenextrakt, Zink) können helfen.

Zur Entspannung der Muskeln und Nerven im Becken haben sich folgende Behandlungsmethoden bewährt: leichter Ausdauersport, Akupunktur, Biofeedback-Entspannungstherapie, elektromagnetische Therapie des Beckenbodens, myofasziale Triggerpunkttherapie und Mikrowellen-Wärmetherapie. Ebenfalls empfohlen werden (Prostata-)Massage, Dehnübungen, Yoga und Hypnose. Eine operative Therapie wie die der Prostataauschabung (TUR-P) oder Injektionen in die Prostata mit Botox, Antibiotika oder Schmerzmitteln kann in ausgewählten Fällen zur Besserung führen.

Vorbeugung gegen das BPS

Die Reduktion starken Übergewichts, eine gesunde Kost und viel Bewegung können gegen das Entstehen eines benignen Prostatasyndroms helfen. Gegen seine Verschlimmerung und gegen Komplikationen kommen Medikamente oder invasive Maßnahmen infrage.

Wegen seiner großen Verbreitung (s. Häufigkeit), ist die Vorbeugung gegen das BPS immer wieder wissenschaftlich diskutiert worden. Nicht nur, um die Behandlungskosten zu reduzieren, die stetig steigen, weil Männer immer älter werden, sondern auch, um den Männern Behandlungen und Komplikationen zu ersparen und ihre Lebensqualität auch im Alter zu erhalten.

Wie bei anderen Erkrankungen unterscheidet man auch beim BPS folgende Stufen der Vorbeugung (Prävention):

  • Primärprävention: Alle Verhaltensweisen und Maßnahmen, die verhindern sollen, dass ein BPS oder seine Bestandteile (Prostatavergrößerung = BPE, Blasenauslasshindernis = BOO und Beschwerden am unteren Harntrakt = LUTS) überhaupt entstehen, oder die deren Entstehen verzögern sollen (zu den Bezeichnungen der Bestandteile s. Begriffe, zur BPS-Entwicklung s. Ursachen und Entstehung).
  • Sekundärprävention: Alle Maßnahmen, um die Verschlimmerung eines BPS oder seiner Bestandteile sowie das Auftreten von Komplikationen am Harntrakt zu verzögern oder zu verhindern (zu möglichen BPS-Folgen s. Zeichen und Komplikationen).

Primärprävention: Vorbeugung gegen das Entstehen eines BPS

Im Mittelpunkt der Vorbeugung stehen die Risikofaktoren (vgl. Ursachen und Entstehung): Als solche gelten Alter und Geschlechtshormone, die sich nicht beeinflussen lassen, sowie die beeinflussbaren Faktoren, hier insebsondere das metabolische Syndrom (bestimmte Kombinationen aus Übergewicht, Fettstoffwechselstörung, Bluthochdruck und Zuckerkrankheit) und ein Ungleichgewicht des unwillkürlichen Nervensystems. Dazu gibt es zahlreiche, allerdings oft nicht sehr aussagekräftige Studien. Daraus kann man folgende Ansätze zur Vorbeugung ableiten, abgesehen von einer sorgfältigen Behandlung der genannten Krankheiten natürlich:

Körpergewicht: Bei einem BMI über 35,0 kg/qm ist das BPS-Risiko dreieinhalb mal erhöht (gegenüber BMI unter 25 kg/qm). Beim Abnehmen auf Normalgewicht gehen Beschwerden des unteren Harntrakts (LUTS) zurück (übrigens ebenso wie eine erektile Dysfunktion oder das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen). Es gibt jedoch auch Studien, in denen kein größeres Risiko bei erhöhtem BMI gefunden wurde (z.B. Meigs et al. 2001).

Ernährung: Dass es (anders als beim Prostatakarzinom) bei der Verbreitung des BPS kaum geographische Unterschiede gibt, macht einen Einfluss der Ernährung unwahrscheinlich. Dennoch vermindert wohl der Verzehr von Gemüse das BPS-Risiko etwas. Dies gilt vor allem für Gemüse und Obst mit einem hohen Gehalt an Betakarotin, Lutein oder Vitamin C. Roher Knoblauch (täglich 0,2 g pro kg Körpergewicht für 30 Tage) und eventuell Tomaten sollen die Prostata schrumpfen lassen. Östrogene (weibliche Geschlechtshormone), die auch bei Männern in geringen Mengen gebildet werden, kommen selbst in Lebensmitteln vor: Als Rückstand (z.B. in Fleisch) oder als normale, gesunde Pflanzenstoffe, die Phytoöstrogene (pflanzliche Östrogene, z.B. Isoflavonoide und Lignane, v.a. in Soja, Leinsamen und Vollkorngetreide). Dass Östrogene in der Nahrung das Prostatawachstum fördern, wurde bisher nicht nachgewiesen (vgl. Ursachen und Entstehung). Zudem müsste dann das BPS bei Asiaten, deren Kost reich an Phytoöstrogenen ist, häufiger auftreten.

Nahrungsergänzungsmittel: Für keines der vielen angebotenen Präparate ist bisher stichhaltig nachgewiesen, dass man damit gegen das BPS vorbeugen kann. Bitte beachten Sie hierzu auch den Hinweis unter „Weitere Arzneimittel“ im Abschnitt Medikamente.

Alkohol: Regelmäßige Alkoholzufuhr vermindert wohl das BPS-Risiko: Täglich bis 5g Alkohol sollen die Wahrscheinlichkeit für eine Prostatavergrößerung (BPH) um 35% senken, bis 36g (ca. 0,25l Wein oder 0,5l Bier) um 19% und mehr als 36g um 25%. Auf die Gefahren eines übermäßigen Alkoholkonsums sei hingewiesen.

Körperliche Aktivität: Männer, die jede Woche 2-3 Stunden spazieren gehen, senken ihre Risiken für Beschwerden am unteren Harntrakt (LUTS) und für eine Prostataoperation um jeweils etwa ein Viertel. Bei stärkerer Aktivität fällt die Wahrscheinlichkeit für eine Prostatavergrößerung (BPH) auf bis die Hälfte. Wenn man sich im Alter von 30 Jahren erheblich körperlich betätigt (mehr als 5 Stunden täglich) sinkt das Risiko für LUTS stärker, als wenn man dies später tut.

5-alpha-Reduktase-Hemmer: Diese Wirkstoffe werden bereits zur Behandlung des BPS verwendet (s. Medikamente). Aus zwei großen Studien zur Vorbeugung gegen Prostatakrebs ist zu entnehmen, dass sie sich auch zur Vorbeugung gegen das BPS eignen könnten. Wegen der Kosten und möglicher Nebenwirkungen ist dieser Einsatzzweck aber derzeit nicht allgemein anerkannt.

Sekundärprävention: Vorbeugung gegen das Fortschreiten des BPS

Das BPS ist eine Erkrankung, die langsam fortschreitet, wobei gleichzeitig die Gefahr von Komplikationen wächst (z.B. akute Harnverhaltung und Nierenschäden, s. Zeichen und Komplikationen). Da die Beschwerden (LUTS) am Anfang zumeist schwach ausgeprägt sind, ist eine frühzeitige ärztliche Konsultation angeraten, um deren Ursache abzuklären und zu befürchtende Langzeitschäden rechtzeitig zu erkennen. Dies bedeutet, Männer über mögliche Krankheitszeichen aufzuklären, damit sie erste Anzeichen selbst erkennen können, und sie zu regelmäßigen Untersuchungen zu bewegen (z.B. ab dem 40. Lebensjahr). Um das weitere Fortschreiten des BPS und damit Komplikationen zu verzögern oder gar zu verhindern, kann die vorbeugende Gabe folgender Medikamente infrage kommen, vor allem bei Männern mit hohem Risiko für ein Fortschreiten (zu diesem Risiko s. „Beurteilung der Befunde“ im Abschnitt Untersuchung):

Alpha-Blocker (Alpha-1-Rezeptorantagonisten): Diese Wirkstoffe vermindern langfristig bereits vorhandene Beschwerden (LUTS) und das Fortschreiten der LUTS. Das weitere Prostatawachstum, Komplikationen und die Notwendigkeit einer Operation können sie dagegen nicht verhindern (s. auch Medikamente).

5-alpha-Reduktase-Hemmer: Auch diese Wirkstoffe vermindern langfristig bereits vorhandene Beschwerden (LUTS) und das Fortschreiten der LUTS. Zudem reduzieren sie die Prostatagröße, die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen und die Notwendigkeit einer Operation (s. auch Medikamente). Dass sie auch das Blasenauslasshindernis (BOO) günstig beeinflussen, wird vermutet, es fehlen jedoch noch Langzeitergebnisse.

Kombination aus Alpha-Blocker und 5-alpha-Reduktase-Hemmer: Die Effekte auf die Beschwerden, Komplikationen und Notwendigkeit einer Operation sind bei der Kombination stärker als bei den Einzelstoffen, die Prostatagröße nimmt jedoch in gleichem Umfang ab wie bei einem 5-alpha-Reduktase-Hemmer alleine (s. auch Medikamente).