Pflege bei prostatahypertrophie

Pflege bei Nieren Erkrankungen Seite 3

= Katheter wird supra (oberhalb des Schambeins) durch die Bauchdecke (Os pubis) gelegt

Lage ungefähr: 2 Querfinger oberhalb Symphyse auf der Mittellinie zw. Bauchnabel + Symphyse (Schambein)

  • – längerfristige Harnableitung
  • – Genitalerkrankungen
  • – neurogene Miktionsstörungen
  • – intensiv Op-Harnableitung (Bilanzierung ist so genauer)
  • – Harnabflussstörung
  • – Schrumpfblase -> Fehlpunktion
  • – Blutgerinnungsstörungen
  • – Raumforderungen im Unterbauch, z.B: Blasentumor, Schwangerschaft
  • – Entzündungen im Oberbauch
  • – Op´s im Oberbauch

Arbeitsblatt: Standard VW Suprapubischer Katheter

5. HARNWEGSINFEKTIONEN

Prädisponierende Faktoren für Infektionen der Harnwege:

  • mangelnde/ falsche Intimpflege
  • Analgetika-Abusus
  • Missbildungen, Verengungen ? Abfluss gestört
  • Schwangerschaft ? vermehrte Zunahme von Eiweißen ? pH Wert- Verschiebung
  • Stoffwechselstörung ? pH-Wert Verschiebung
  • Immunschwäche
  • Inkontinenz
  • Dauerkatheter
  • Mangelnde Flüssigkeitszufuhr
  • Kinder (wegen vesiko-urethralem Reflux)
  • Frauen (kürzere Harnröhre)
  • Männer mit Prostatahypertrophie

Bakterielle Infektion:

  • meist aufsteigend von der Blase
  • seltener hämatogen/ lymphogen

PAT-INFO ZUR HARNWEGSINFEKTION:

1) ausreichende Flüssigkeitszufuhr

2) ggf. Intimpflege überdenken (Waschrichtung)

3) Intimbereich warm halten

4) Immunsystem stärken

5) Regelmäßige Blasenentleerung (kein Harnstau ? keine Keimwanderung)

6) Nicht auf zweifelhafte Toiletten setzen… (Schule…)

7) Keine Slipeinlagen/Binden dauerhaft tragen

8) Lange Bäder vermeiden

9) Reizende Pflegemittel vermeiden

10) Vor Geschlechtsverkehr reinigen (HA HA)

Def.: akute Entzündung der Harnblase, die in über 50 % der Fälle durch Bakterien verursacht wird

  • Pollakisurie
  • Dysurie
  • Hämaturie
  • Leuko´s im Urin
  • Ggf. übelriechender Urin
  • Blasentenesmen
  • Suprapubische Schmerzen (kein Flankenschmerz)
  • Kein Fieber.

11) Infektions- und Entzündungsbehandlung

  • hohe Flüssigkeitszufuhr 3L
  • Bettruhe
  • Lokale Wärme
  • Evtl. Eukalyptusauflagen
  • Spasmolytika/ Analgetika z.B. Homburger Cocktail

2) Antibiotika für kurze Zeit (z.B. Cotrim forte)

3) Ausschaltung der Risikofaktoren

4) Überwachung der Ausschaltung

Def.: Es handelt sich um eine isolierte Infektion der Harnröhre distal vom Sphincter urethrae internus

ÄTIOLOGIE BEI NICHTGONORRHOISCHE URETHRITIS DURCH:

  • Chlamydien
  • selten Trichmonaden
  • Candia albicans
  • Mycoplasma hominis
  • Herpesviren
  • Jucken, Brennen oder SChmerzwn beim Wasserlassen
  • Pollakisurie
  • Bei Gonorrhö Harnröhrenausfluss

– Oft keine signifikante Bakteriurie

– Erreger- oder Antigennachweis in Abstrich oder Blut

Def.: akut einsetzender Befall des Bindegewebes und der Tubuli einer oder beider Nieren mit Entzündungszeichen; bakterielle Entzündung des Nierenbeckens mit Parenchymbeteiligung

  • Flanken/ Nierenlager sind druckschmerzhaft
  • Dysurie, Pollakisurie, gegebenenfalls. Proteinurie
  • Urin ist trübe (Leuko´s/ Hämaturie)
  • Fieber, Schüttelfrost
  • Allg. Entzündungszeichen ? Müde, Abgeschlagenheit
  • Oedeme fehlen
  • Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens ? ggf. Übelkeit, Erbrechen

b) CHRONISCH

  • unklare Fieberanfälle
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit + Abgeschlagenheit
  • Übelkeit und Brechreiz
  • Gewichtsabnahme

DIAGNOSTIK:

  • Durch das klinische Bild
  • Blutuntersuchung: BSG, CRP, Harnstoff, Kreatinin, evtl. Kreatinin-Clearance, Blutkulturen sowie Gerinnungsparameter im Verlauf einer Urosepsis
  • Urinbefund ? Mittelstrahlurin / Sammelurin
  • Sono ? Harnstau, Parenchymbeteiligung
  • Urographie: Erkennung der wichtigen prädisponierenden Risikofaktoren
  • Kausale Therapie: Beseitigung von etwaigen Missbildungen, Ablussstörungen
  • Antibiotika- oder Sulfonamide nur bei symptomatischer Bakteriurie (wenn nach 3 Tagen keine Wirkung eintritt: Resistogramm)
  • Bettruhe, lokale Wärme
  • Flüssigkeitszufuhr ca. 3 L (Beerentraubenblätter oder Zinnkraut)
  • Bei Tenesmen (=anhaltende Kränpfe der Blase) Kompressen mit Eukalyptusöl auflegen (warme Kompressen)
  • Überwachung der Ausscheidung Menge, Urinkultur, Sediment
  • Ursache ausschalten

KOMPLIKATIONEN:

  • paranephritischer Abszeß (Eiteransammlung in nicht vorgegebenen Höhlen)
  • Urosepsis (von der Niere aus)
  • Steinbildung
  • Chron. Verlauf ? Hypertonie/ Niereninsuffizienz
  • Schrumpfniere
  • Kalium – / Natriumverlustnieren

Def.: abakteriellle doppelseitige Nierenentzündung mit Befall der Glomeruli

  • 85% aller Glomerulonephritiden
  • die häufig im Rahmen einer fehlgeleiteten Immunreaktion 1 – 4 Wochen nach einer Infektion auftritt
  • Post-Streptokokkeninfektion nach: Tonsillitis, Angina, Scharlach, Zahngranulome
  • Hämaturie
  • Proteinurie
  • Azotämie
  • Überwässerung
  • In schweren Fällen: Oligo/Anurie; Aszites, Pleruraergüsse und Lungenödem
  • Arterielle Hypertonie, ggf. hypertensive Krise
  • Fieber
  • Abgeschlagenheit
  • Subfebrile Temperaturen
  • Schmerzen in den Nierenlagern

DIAGNOSTIK:

  • Urin: Hämaturie
  • Mikroskopisch: Erythrozyten-, Hämoglobin- und Zellzylinder, dysmorphe Erythroz

– Hypertonie → Vollhard´sche Trias

  • BSG; Harnstoff und Kre im Serum
  • Serologie: ANF, Antibasalmembran-Antikörper, ANCA
  • Nierenbiopsie nur bei nephrotischer Verlaufsform
  • stationäre Behandlung (Bettruhe, Salz- und Eiweißarme Kost)
  • Bilanzierung von Flüssigkeit
  • Tägliche Gewichtskontrollen
  • Behandlung von Ödemen(Diuretika), Hypertonie(Antihypertensiva) und Niereninsuffizienz (evtl. Dialyse)
  • Später unter Penicillinschutz bei Herdverdacht Sanierung (z.B.: Tonsillektomie)

KOMPLIKATIONEN

  • chron. Verlaufsform
  • Nierenversagen
  • Niereninsuffizienz
  • Herzinsuffizienz
  • Lungenoedem

abhängig vom Alter: Erwachsener 60 – 70 % ; Kinder 90 %

bei Alkoholikern chron. Verlauf häufiger

B) CHRONISCH

  • im Frühstadium keine Beschwerden
  • Anämie
  • Hypertonie
  • Osteopathie
  • Flüssigkeitsretention (Ödeme)
  • Hypertonus
  • Urin: Eiweiß, Erythrocyten, Erythrocytenzylinder, Leukocyten, granulierte Zylinder, Wachs- und Fettzylinder, Bakterien
  • Blut: Elektrolyte, Kreatinin bzw. LKreatinin-Clearance, Gesamteiweiß und Eiweißelektroferogramm
  • Erweiterte Dagnostik: Sonogramm, Nierenbiopsie, IVP

SPEZIELLE THERAPIE:

  • diätetische Maßnahmen
  • ausreichende NaCl- und Flüssigkeitszufuhr
  • NaCL-Restriktion nur bei Hypertonus und Ödemen
  • Frühzeitige Eiweißeinschränkung (ca 0,7 g Eiweiß/kg/Tag)
  • Konsequente Therapie des Hypertonus
  • Ausgleich von Elektrolytverschiebungen

genaueres siehe Arbeitsblatt: Akute Glomerulumnephritis 8. AKUTES NIERENVERSAGEN (ANV)

Def.: plötzlich auftretende meist irreversible Niereninsuffizienz, einhergehend mit einem Rückgang der Urinmenge unter 500ml bzw. 200ml Urin/Tag -> Azotämie (laut Baumännchen meist reversibel!)

zirkulatorische Ursachen (Hypovolämie, Hypotension, kardiale Insuffizienz)

toxische Ursachen (endogene Toxine wie bei Rhabdomyolyse bei Trauma; exogene Toxine wie Medi´s, Zytostatika)

immunologische Ursachen (Transfusionszwischenfälle, anaphylaktische allergische Reaktion)

glomerüläre Nierenerkrankungen (z.B.: akute GN)

vaskuläre Nierenerkrankungen (z.B.: Eklampsie, Verschluss der Nierenarterien/-venen)

tubulointerstitielle Nierenerkrankungen (z.B.: akute Pyelonephritis)

Obstruktion der Ureteren ( Karzinom, Lymphome)

Obstriktion des Blasenausganges (Karzinom, Prostatahypertrophie, Infektion -> Schleimhatschwellung)

Obstriktion der Urethra (Phimose, Striktur, Tumor)

Leitsymptom ist die Oligo-/Anurie; Verlauf in 4 Stadien:

1) Initial- bzw. Schädigungsphase (Stunden bis Tage je nach Grunderkrankung)

2) Oligo-/anurische Phase (Dauer 2 Tage bis 9 Monate, in der Regel 10 Tage)

Störungen des Wasser- , Elyt- und Säuren-Basen-Haushalts

3) Polyurische Phase (Erholungsphase, Dauer ca. 3 Wochen), als Ausdruck der Regeneration des Tubulusapparates finden sich täglich steigende Urinmengen (ca. 5L und mehr Abfall der Nierenretentionswerte)

4) Restitutionsphase (Dauer Monate bis ca. 2 Jahre) nicht immer komplett, Defektheilung ist möglich

KOMPLIKATIONEN:

  • Überwässerung -> „Fluid Lung“, Hypertonie, Herzinsuffizienz, periphere Ödeme
  • Hyperkaliämie einhergehend mit Herzrhytmusstörungen, Hyperphosphatämie, Hypokalziämie, Hypermagnesiämie, metabolische Azidose
  • Urämische Perikarditis
  • Gastrointestinale Symptome (Strtessulkus einhergehend mit Blutungen)
  • Zentralnervöse Symptome (Steigerung der neuromuskulären Erregbarkeit)
  • Infektanfälligkeit
  • Anämie, Throbozytopenie, evtl. Laukozytose

DIAGNOSTIK:

  • eingehende Anamnese
  • engmaschigeontrolle der Nierenwerte und Elyteim Blut
  • Bilanzierung der Ein- und Ausfuhr
  • Untersuchungsverfahren in Abhängigkeit vom klinischen Bild

Bei Verdacht auf postrenales ANV:

  • plötzliche Anurie mit Koliken
  • Prüfung des Füllungszustandes der Harnblase (Palpation, Katheterisierung, Sono)
  • Ausschluss eines Nierenhohlraumaufstaus

Bei Verdacht auf postrenales ANV:

  • Prüfung von RR, Pulsfrequenz und Qualität, Hautturgor, Füllungszustand der Halsvenen
  • Erkennbar an einer erhaltenen Tubulusfunktion (Urinnatriumkonzentration < 20 mmol/l; Urinosmolarität > 500 mmmol/l)

Erkrankungen der Prostata

Prostatitis

Prostatitis: Entzündung der Prostata.

Krankheitsentstehung

Die akute Prostatitis wird meist durch gramnegative Bakterien verursacht, die über die Harnröhre aufsteigen. Die chronische Prostatitis entsteht oft auf dem Boden einer nicht ausgeheilten akuten Prostatitis.

Symptome und Untersuchungsbefund

Die Beschwerden des Patienten erklären sich aus der räumlichen Nähe der Prostata zu Harnblase und Rektum:

  • Dysurie, Pollakisurie, evtl. Hämaturie und Ausfluss aus der Harnröhre
  • Spannungs- und Druckgefühl in der Dammregion
  • Stuhldrang, Schmerzen beim Stuhlgang
  • Bei der akuten Prostatitis zusätzlich allgemeines Krankheitsgefühl und Fieber (ggf. mit Schüttelfrost).
  • Bei der rektalen Untersuchung ist die Prostata stark druckschmerzhaft und entzündlich vergrößert.

Diagnostik und Differentialdiagnose

Die Diagnose wird gesichert durch:

  • Rektale Untersuchung (äußerst schmerzhaft)
  • Urinstatus, Urinkultur, Harnröhrenabstrich: In der ersten Portion und nach Prostatamassage (wegen der Gefahr der bakteriellen Streuung nicht bei akuter Prostatitis durchführen) finden sich Leukozyten und Bakterien. Stets werden Kulturen zur Erregeridentifizierung angelegt
  • Blutkultur bei Fieber über 38,5 °C.

Um eine Ausbreitung der Infektion in die höher gelegenen Harnwege zu verhindern, nimmt der Arzt bei Patienten mit akuter Prostatitis möglichst keine transurethralen Untersuchungen vor.

Differentialdiagnostisch abzugrenzen ist die Prostatopathie (Prostatodynie, vegetatives Urogenitalsyndrom). Die Patienten, meist 25 – 40 Jahre alt, berichten über dumpfe, chronische Schmerzen im Prostata- und Dammbereich. Die Schmerzen sind häufig psychosomatisch bedingt (z.B. bei Beziehungs- oder Berufsproblemen). Stets müssen eine Blasenhalsobstruktion mit der Folge eines erhöhten Miktionsdruckes und Infektionen als Ursache ausgeschlossen werden.

Behandlungsstrategie

  • Antibiotikagabe, möglichst nach Antibiogramm.
  • krampflösende Arzneimittel und Analgetika
  • Bei chronischen Prostatitis müssen die Antibiotika über Monate gegeben werden
  • Bei Harnverhalt oder erheblichem Restharn legt der Arzt einen suprapubischen Blasenkatheter
  • Bei der Prostatopathie ist die Antibiotikagabe nicht indiziert » vielmehr eine symptomatische Behandlung der Beschwerden und ggf. eine Psychotherapie erfolgen.
  • Bei akuter Prostatitis Patienten Bettruhe einhalten lassen
  • Lokale Wärme zur Beschwerdelinderung applizieren (nach Arztrücksprache), etwa durch Wärmflasche oder feucht-warme Auflagen
  • Für regelmäßigen, weichen Stuhlgang sorgen (Obstipationsprophylaxe)
  • Unterkühlungen vermeiden. So wird dem Patienten beispielsweise geraten, warme Unterwäsche zu tragen und nach dem Schwimmen sofort die nasse Badekleidung zu wechseln. Körperliche Schonung und sexuelle Karenz sind nicht erforderlich.

Bei konsequenter Behandlung heilt die akute Prostatitis meist aus. Als Komplikationen drohen ein

Prostataabszess (hochakutes, schmerzhaftes Krankheitsbild mit Sepsisgefahr) oder der Übergang in die chronische Prostatitis, die zur Infertilität führen kann.

Prostatahyperplasie

Prostatahyperplasie (benigne Prostatahyperplasie, kurz BPH, Prostataadenom, „Altherrenkrankheit“): Vergrößerung der Prostata. Eine der häufigsten Erkrankungen des fortgeschrittenen Lebensalters: Ungefähr 50% der über 50-jährigen sind betroffen.

Bei der Prostatahyperplasie vergrößern sich v.a. die harnröhrennahen (periurethralen) Drüsen der Prostata, so dass die Harnröhre zunehmend eingeengt wird. Als Ursache des Prozesses werden insbesondere Veränderungen des Östrogen-Testosteron-Haushalts und ein „Wiedererwachen“ embryonaler Eigenschaften des prostatischen Bindegewebes diskutiert.

Symptome und Untersuchungsbefund

Die Symptome entstehen durch die zunehmende Verengung der Harnröhre mit daraus resultierender Harnabflussbehinderung. Man unterscheidet meist drei Krankheitsstadien:

  • Im Stadium I (Reizstadium) ist der Harnstrahl abgeschwächt, und es dauert länger, bis die Miktion beginnt. Der Patient muss häufig auf die Toilette gehen (auch nachts) und die Bauchpresse einsetzen („drücken“), damit sich die Blase vollständig entleert
  • Im Stadium II (Restharnstadium) ist die Harnröhre so stark eingeengt, dass sich Restharn bildet, d.h. dass eine vollständige Entleerung der Blase nicht mehr möglich ist. Der Patient hat fast ständig Harndrang, kann aber immer nur geringe Mengen Urin lassen. Der in der Blase zurückbleibende Harn fördert die Entstehung von Harnwegsinfekten
  • Im Stadium III (Rückstauungsstadium) kommt es zur Überlaufblase mit Harnrückstau bis zu den Nieren und Nierenfunktionsschädigung.
  • Bei der rektalen Untersuchung ist die Prostata vergrößert tastbar.

Ein Harnverhalt kann in jedem Stadium der Erkrankung auftreten. Dann ist eine transurethrale oder suprapubische Harnableitung erforderlich. Bei großem Harnvolumen (>800 ml) ist eine fraktionierte Entleerung der Harnblase notwendig, um eine Entlastungsblutung aus der Blasenschleimhaut zu vermeiden.

Diagnostik und Differentialdiagnose

  • Rektale Untersuchung (Größe, Form und Konsistenz der Prostata?)
  • Urinuntersuchung: Harnwegsinfekt?
  • Sonographie: zur Größenbestimmung der Prostata und Restharnbestimmung
  • Blutuntersuchung: Funktionseinschränkung der Niere? Tumormarker zur Unterscheidung vom Prostatakarzinom (vor der Palpation abnehmen, da sonst falsch positive Befunde)
  • Uroflow: deutliche Harnstrahlabschwächung
  • Urogramm und Urethrozystoskopie: Ausschluss anderer Ursachen der Harnröhrenverengung und Blasentumoren sowie zum exakten Ausmessen der Prostatavergrößerung
  • Prostatapunktion/-biopsie bei Karzinomverdacht.

Behandlungsstrategie

  • pflegerische Maßnahmen
  • geregelte Lebensführung des Patienten
  • pflanzliche Präparate, z.B. Prostagutt®, oder b-Sitosterin, z.B. Harzol®

Stadium II

  • Entfernung der vergrößerten Prostata angezeigt per TUR-P oder Prostataadenomenukleation

Transurethrale Elektroresektion der Prostata, kurz TUR Prostata oder TUR-P offenen Operation ( Prostataadenomenukleation, -adenomektomie)

» (die Kapsel bleibt stehen) und die freie Harnröhrenpassage wird wiederhergestellt

  • Meist wird bei kleineren Adenomen die TUR-P bevorzugt, während bei erheblicher Prostatavergrößerung eine der offenen Operationsmethoden zur Anwendung gelangt.
  • Alternativmethoden wie etwa Laserverfahren befinden sich in Erprobung
  • Gabe von a1-Rezeptorenblockern (z.B. Terazosin, etwa in Flotrin®, Tamsulosin, etwa in Alna®) oder des 5-a-Reduktase-Hemmers Finasterid (Proscar®) möglich, z.B. falls sich der Patient (noch) nicht zu einer Operation entschließen kann oder Kontraindikationen vorliegen
  • Hier sind zum einen die Nebenwirkungen zu beachten (Dauermedikation!), zum anderen ist bis heute umstritten, ob die Präparate eine Operation vermeiden oder nur verschieben, so dass dann viele der Patienten zu einem späteren (ungünstigeren) Zeitpunkt operiert werden müssten.

Stadium III:

  • transurethrale oder suprapubische Blasenkatheterisierung vorgenommen
  • Nach Erholung der Nierenfunktion erfolgt die operative Sanierung
  • allgemeiner Inoperabilität des Patienten ist die künstliche Harnableitung die einzig mögliche Behandlungsmaßnahme

Im Stadium I der Erkrankung sind vor allem die Aufklärung des Patienten und die Beratung bezüglich der Lebensführung wichtig:

  • Nicht zu lange sitzen und keine zu enge Unterwäsche tragen sowie eine Überdehnung der Blase (z.B. durch Trinken großer Flüssigkeitsmengen oder Nicht-auf-die-Toilette-gehen bei Harndrang) vermeiden, da eine Blutüberfüllung (Kongestion) der Prostata die Miktion verschlechtert
  • Kalte oder stark alkoholische Getränke sowie Kälteexposition meiden, da diese ebenfalls das Risiko eines Harnverhalts steigern
  • Lokal Wärme applizieren (erleichtert die Miktion).

Pflege nach Prostataoperation

Während einer TUR-Prostata wird ein transurethraler dreilumiger Blasenspülkatheter ( 20 – 24 Ch), auch Hämaturie- oder Spülkatheter genannt, in die Blase eingebracht, über den die Blase in den ersten 2 – 3 postoperativen Tagen kontinuierlich gespült wird.

Bei einer Prostataadenomenukleation kann die Spülflüssigkeit alternativ über einen suprapubischen Katheter eingebracht und über einen transurethralen Katheter abgelassen werden. Der Spülkatheter wird meist um den 3. postoperativen Tag entfernt (Arztanordnung beachten).Liegen ein suprapubischer und ein transurethraler Katheter, wird der transurethrale Katheter nach Beendigung der Spülung und der suprapubische Katheter zwischen dem 10. und 14. Tag entfernt

Bei unzureichender Spülung kann sich rasch ein großes Blutkoagel bilden und den Spülkatheter verlegen. Dann droht eine Blasentamponade, d.h. Urin, Spüllösung und geronnenes Blut können nicht mehr abfließen, es entstehen die Symptome eines Harnverhalts. Um dies zu vermeiden, bei zunehmender Hämaturie die Spülung beschleunigen. Lässt die Hämaturie darunter nach, kann die Einlaufgeschwindigkeit der Spülung wieder reduziert werden.

  • Der Patient darf bereits abends leichte Kost zu sich nehmen und wird ab dem 1. postoperativen Tag mobilisiert
  • Nach der Entfernung des Dauerkatheters müssen viele Patienten die normale Blasenentleerung erst wieder üben, evtl. ordnet der Arzt Beckenbodengymnastik an
  • Die Pflegenden informieren den Patienten, dass Beschwerden beim Wasserlassen 4 – 6 Wochen andauern können, da die Wunde in der Harnröhre erst abheilen muss.

Ohne Behandlung schreitet die Prostatahyperplasie immer weiter fort, in vielen Fällen allerdings so langsam, dass der Patient auch in hohem Alter keine wesentlichen Beschwerden hat. Ist eine Operation notwendig, ist die Prognose gut. Allerdings kann es nach der Operation zu einer Inkontinenz kommen, die jedoch durch Beckenbodengymnastik meist rasch gebessert wird. Die Potenz bleibt bei 90 % der Operierten erhalten, der Patient wird aber unfruchtbar, da sich das Ejakulat in die Blase ergießt (retrograde Ejakulation).

Prostatakarzinom

Prostatakarzinom: Krebs der Vorsteherdrüse. Seit Jahren kontinuierliche Häufigkeitszunahme (mittlerweile dritthäufigste Krebstodesursache). Betrifft vor allem Männer über 50 Jahre: Schätzungsweise 50% aller über 70-Jährigen haben Prostatakrebs. Ursache unklar.

Symptome und Untersuchungsbefund

Da das Prostatakarzinom zu 80 % in den hinteren Drüsenanteilen fern der Harnblase entsteht, macht es lange Zeit keine Beschwerden. Erst spät klagt der Patient über Symptome ähnlich denen der Prostatahyperplasie. Oft sind die ersten Symptome bereits Zeichen einer Metastasierung in das Skelett, v.a. der unteren Wirbelsäule und des Beckens.

Bei erstmalig auftretenden Kreuzschmerzen, „Ischias“ und „Rheuma“ nach dem 50. Lebensjahr immer auch an ein Prostatakarzinom denken.

Meist kann das Prostatakarzinom bei der rektalen Untersuchung als unregelmäßiger, fast steinharter Knoten getastet werden.

Diagnostik und Differentialdiagnose

Zur Diagnosesicherung dienen:

  • Blutuntersuchung. Die Blutentnahme zeigt eine Anämie als allgemeines Tumorzeichen sowie eine Erhöhung von PSA (prostataspezifisches Antigen) und PSP (prostataspezifische saure Phospatase, prostatic acid phophatase, kurz PAP). Vor der Blutentnahme darf keine rektale Untersuchung erfolgen, da es hierdurch zu falsch positiven Ergebnissen kommen kann
  • Prostatapunktion/-biopsie. Sie sichert durch den Nachweis bösartiger Zellen die Diagnose
  • Weitere Diagnostik ??Prostatahyperplasie.Für die Behandlung maßgeblich ist die Ausbreitung des Karzinoms. Zur Diagnose der Tumorausbreitung dienen:
  • Sonographie, CT, evtl. Kernspintomographie: Metastasen (Lymphknotenmetastasen)?
  • Knochenszintigramm: Skelettmetastasen?
  • Röntgenleeraufnahme des Thorax: Lungenmetastasen?
  • Evtl. Kolonkontrasteinlauf: Einwachsen in die Darmwand?

Behandlungsstrategie

Abb. rechts : Unterschied zwischen Prostataadenomenukleation bei Prostatahyperplasie und radikaler Prostatektomie bei Prostatakarzinom.

radikale Prostatovesikulektomie (radikale Prostatektomie), d.h. eine Entfernung der gesamten Prostata einschließlich ihrer Kapsel, der Samenblasen und des durch die Prostata verlaufenden Harnröhrenabschnittes + der regionären Lymphknoten

Vorraussetzung:

  • das Karzinom auf die Prostata beschränkt
  • und Patient ist in einem guten AZ
  • Zeugungsunfähigkeit des Patienten
  • bei etwa der Hälfte der Patienten darüber hinaus zu einer Impotenz.
  • Inkontinenz ist bei etwa 10 % der Patienten zu rechnen

» bei Inoperabilität des Patienten, eine Strahlenbehandlung in Betracht.

» Entzug der männlichen Geschlechtshormone

  • Entfernung beider Hoden (bilaterale Orchiektomie)
  • Arzneimittel, z.B. durch Antiandrogene (etwa in Androcur®) oder LH-RH-Analoga (Gn-RH-Analoga )
  • Wird die Harnröhre durch das Karzinom sehr eingeengt, kann eine transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P) zur Beschwerdelinderung helfen.

Bei Erfolglosigkeit dieser Behandlung stehen als Mittel der zweiten und dritten Wahl das Arzneimittel Estramustin (Estracyt®, ein Arzneimittel mit zytostatischer und östrogener Wirkung) und Zytostatika zur Verfügung.

  • transurethrale Dauerkatheter zur Anastomosensicherung zwischen Harnröhrenstumpf und Blase bis zu 21 Tagen
  • Rutscht der Katheter versehentlich heraus, verständigen die Pflegenden den Arzt (wegen der großen Verletzungsgefahr darf der Katheter auf keinen Fall selbständig wieder eingeführt werden)
  • Auch Darmrohre, Suppositorien und Klistiere gefährden die Anastomose, weswegen in der ersten postoperativen Woche darauf verzichtet wird
  • Nach der Entfernung des Katheters tritt bei vielen Patienten eine (vorübergehende) Stressinkontinenz auf
  • Die Pflegenden versorgen den Patienten mit geeigneten Inkontinenzhilfsmitteln und achten auf regelmäßige Hautpflege.

Bei Therapie in einem frühen Stadium der Erkrankung beträgt die 10-Jahres-Überlebensrate ca. 70 %.

Da die kostenfreie Vorsorgeuntersuchung für Männer ab 45 Jahre nur von 10% der Berechtigten in Anspruch genommen wird, werden die meisten Prostatakarzinome erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert.

Pflege bei prostatahypertrophie

  • Zweck unseres Musters ist es nicht, unverдndert in das QM-Handbuch kopiert zu werden. Dieser Pflegestandard muss in einem Qualitдtszirkel diskutiert und an die Gegebenheiten vor Ort anpasst werden.
  • Unverzichtbar ist immer auch eine inhaltliche Beteiligung der jeweiligen Haus- und Fachдrzte, da einzelne MaЯnahmen vom Arzt angeordnet werden mьssen. AuЯerdem sind etwa einige MaЯnahmen bei bestimmten Krankheitsbildern kontraindiziert.
  • Dieser Standard eignet sich fьr die ambulante und stationдre Pflege. Einzelne Begriffe mьssen jedoch ggf. ausgewechselt werden, etwa „Bewohner“ gegen „Patient“.

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  • Ein akutes Nierenversagen (ANV) ist eine plцtzlich auftretende, zumeist reversible Niereninsuffizienz, die mit einem Rьckgang der Urinmenge auf weniger als 500 ml pro Tag verbunden ist. Innerhalb von wenigen Stunden oder Tagen kommt die Nierenfunktion weitgehend oder vollstдndig zum Stillstand.
  • In der Folge steigt die Konzentration von harnpflichtigen Substanzen im Blut. Diese Abfallprodukte des Kцrpers werden normalerweise ьber die Nieren ausgeschieden. Jetzt sammeln sie sich im Blut an und treten in das Gewebe ьber. Unterbleibt eine Behandlung, erleidet der Bewohner eine Urдmie, also eine Vergiftung des Kцrpers mit harnpflichtigen Substanzen.
    • Je nach Ort der Schдdigung werden verschiedene Formen des akuten Nierenversagens unterschieden:
    • Bei vier von fьnf Betroffenen liegt ein prдrenales Nierenversagen vor. Das Organversagen ist oft die Folge eines hohen Blutverlusts, eines kardiogenen Schocks oder einer Blutvergiftung (Sepsis). Die hдufigste Ursache des akuten Nierenversagens bei alten Menschen ist jedoch Flьssigkeitsmangel. Dieser tritt beispielsweise auf, wenn der Betroffene unter Diarrhц, unter Erbrechen oder unter Fieber leidet und die Flьssigkeitsverluste nicht entsprechend ausgleicht.
    • Ursдchlich fьr ein renales Nierenversagen sind oftmals entzьndliche Prozesse, etwa bei einer Glomerulonephritis oder bei einer interstitiellen Nephritis. Zu den mцglichen Ursachen zдhlen auch Giftstoffe oder Medikamente, die die Niere direkt schдdigen.
    • Liegt ein Verschluss der ableitenden Harnwege vor, spricht man von einem postrenalen Nierenversagen. Eine Prostatahypertrophie, Harnleitersteine oder gynдkologische Tumore lassen den Harn anstauen, der wiederum die Nieren schдdigt.
  • Die Ausprдgung und die Stдrke der Symptomatik entwickeln sich abhдngig vom Verlauf der Erkrankung.
    • Die Initialphase verlдuft hдufig weitgehend asymptomatisch. Die nachlassende Urinproduktion bleibt oft unbemerkt. Diese Phase dauert Stunden bis einige Tage.
    • In der oligo- oder anurischen Phase lдsst die Urinproduktion nach. Diese Phase dauert zumeist rund 10 Tage. Mцglich, aber selten sind Zeitspannen von 2 Tagen bis zu 9 Monaten.
    • In der polyurischen Phase setzt die Urinproduktion wieder ein und steigert sich auf bis zu fьnf, ggf. zehn Liter pro Tag. Es besteht dann das Risiko einer Exsikkose und der Entgleisung des Elektrolythaushaltes. Dieses Stadium hдlt einige Tage, zumeist aber rund drei Wochen an.
    • In den folgenden Monaten bis zwei Jahren erlangt die Niere ihre Funktionsfдhigkeit teilweise oder vollstдndig zurьck.
  • Im Verlauf des Sterbeprozesses kommt es fast immer zum vorherigen Versagen der Nieren. Nicht jedes akute Nierenversagen rechtfertigt daher intensivmedizinische MaЯnahmen. Das Vorgehen muss immer ethisch und rechtlich abgewogen werden. Relevant sind dabei insbesondere zwei Fragen: Befindet sich der Bewohner tatsдchlich im Sterbeprozess? Gibt es eine schriftliche Patientenverfьgung, die eine Krankenhauseinweisung samt lebenserhaltender MaЯnahmen ausschlieЯt?
  • Sofern sich der Bewohner nicht im Sterbeprozess befindet, handelt es sich beim akuten Nierenversagen um einen Notfall. Beim Vorliegen von relevanten Verdachtsmomenten wird ein Notarzt informiert und die Krankenhauseinweisung vorbereitet.
  • Ein akutes Nierenversagen wird schnell und korrekt erkannt. Der Bewohner erhдlt zeitnah die erforderliche дrztliche Versorgung.
  • Komplikationen werden vermieden.
  • Der Bewohner erholt sich so gut wie mцglich von den Folgen des Nierenversagens.
  • Die Vorgaben einer Patientenverfьgung (sofern vorhanden) werden beachtet.
  • Wir prьfen, ob eine Patientenverfьgung vorliegt. Ggf. suchen wir den Dialog mit dem Bewohner, seinen Angehцrigen und dem behandelnden Hausarzt. Im Sterbeprozess kommt es hдufig zur Polyurie (krankhaft erhцhte Urinausscheidung), zur Oligurie (Verminderung der Urinausscheidung) oder zur Anurie (nahezu keine Urinausscheidung). Diese Symptome deuten auf ein akutes Nierenversagen. In solchen Fдllen wird normalerweise ein Notarzt gerufen, der wiederum fast immer die Krankenhauseinweisung anordnet. Letztlich stirbt der Bewohner dann im Krankenhaus, obwohl er in einer Patientenverfьgung ggf. ein anderes Vorgehen angewiesen hat.

Symptome

  • Wir achten auf Symptome, die auf ein akutes Nierenversagen schlieЯen lassen. Dieses gilt insbesondere fьr Bewohner, bei denen aufgrund des Krankheitsbilds oder des Konsumverhaltens ein akutes Nierenversagen zu befьrchten ist.
  • Die Trinkmenge des Bewohners ist unverдndert. Dieser scheidet dennoch wenig oder gar keinen Harn aus. (Hinweis: Bei 30 Prozent der Betroffenen ist die Harnausscheidung nicht spьrbar verдndert. Es kommt aber zu einem Konzentrationsanstieg der harnpflichtigen Substanzen.)
  • Der Blutdruck ist erhцht (Hypertonie). Die Halsvenen sind gestaut.
  • Es bilden sich Цdeme als Folge der unzureichenden Ausscheidung. Diese werden besonders gut sichtbar an den Hдnden, an den Beinen sowie im Bereich der Augenlider. Wenn der Bewohner liegt, kommt es ьberdies zu Цdemen, die an den Flanken sichtbar werden.
  • Im weiteren Verlauf bilden sich Цdeme in der Lunge, die das charakteristische Symptombild auslцsen. Beim Abhцren der Lunge ist dann ein Rasseln hцrbar. Der Bewohner klagt ьber Luftnot.
  • Als Folge der zunehmenden Ansammlung von harnpflichtigen Substanzen erleidet der Bewohner eine Urдmie (Harnvergiftung). Der Pflegebedьrftige riecht nach Urin. Er klagt ьber Ьbelkeit und muss sich erbrechen.
  • Es kommt zu einer Bewusstseinseintrьbung; etwa als Folge eines Hirnцdems. Der Bewohner ist komatцs. Unterbleibt in diesem Stadium eine Behandlung, ist das Leben des Bewohners in akuter Gefahr.
  • Auf der Haut sind kleine Kristalle sichtbar. Die Haut ist trocken, schuppig und gelb-grau. Der Bewohner klagt ьber quдlenden Juckreiz.
  • Es kommt zur Anдmie (Blutarmut).
  • Es kommt zu Herzrhythmusstцrungen (Angst auslцsendes „Herzstolpern“) als Folge der Hyperkaliдmie, also einem Anstieg der Kaliumkonzentration im Blut.
  • Die Pflegekraft alarmiert den Notarzt und bleibt danach beim Bewohner. Der Bewohner wird (soweit mцglich) beruhigt.
  • Bei Herz-Kreislauf-Stillstand wird der Bewohner reanimiert. Die Reanimation wird fortgesetzt, bis der Notarzt eingetroffen ist oder das Herz des Bewohners wieder schlдgt.
  • Der Bewohner wird ins Bett gebracht.
  • Die Vitaldaten werden ermittelt, insbesondere Puls, Blutdruck, Atmung und Bewusstseinslage.
  • Wir informieren den Notarzt ьber bereits bekannte Schдdigungen der Nieren.
  • Wir stellen eine Liste der Medikamente zusammen, die der Bewohner in den letzten Stunden und Tagen eingenommen hat. Relevant sind insbesondere Antibiotika sowie Zystostatika.
  • Wir prьfen, ob der Bewohner wissentlich oder unwissentlich eine Ьberdosis an Schlafmitteln konsumiert hat.
  • Wir sammeln Informationen ьber relevante Grunderkrankungen etwa Blasen- und Nierenentzьndungen, Bluthochdruck oder Diabetes mellitus.
  • Wir suchen den Personalausweis, die KV-Karte, den Allergiepass usw.
  • Falls Zeit bleibt, wird der Standard „Krankenhauseinweisung“ abgearbeitet.