Blasenentzuendung maenner ueber

Blasenentzündungen

Schmerzhafte und lästige Erkrankung

Jede zweite Frau kennt die typischen Symptome: Brennen beim Wasserlassen, Schmerzen im Unterbauch während des Toilettengangs und ständiger Harndrang. Auslöser sind in den meisten Fällen Bakterien. Vor allem das Bakterium Escherichia coli (Darmkeim) nistet sich gerne in die Harnwege ein, wandert in die Blase und führt dort zu einer Entzündung der Schleimhäute und der gesamte Blasenwand. Aber auch Viren und Würmer können hinter einer Infektion der Harnblase stecken.

Männer bleiben von einer Blasenentzündung weitestgehend verschont. Der Grund: Die Harnröhre der Frau ist kürzer wodurch die Krankheitserreger leichter bis in die Harnblase vordringen und zu einer Entzündung des Organs führen können.

Wenn Bakterien eine Blasenentzündung auslösen, helfen in der Regel Antibiotika die Entzündung schnell und effektiv auszuheilen. Ausserdem sollten Betroffene ausreichend trinken und sich gut wärmen.

Generell gilt: Wer viel trinkt, regelmässig zur Toilette geht, sich besonders in der kalten Jahreszeit warm anzieht und bestimmte Hygieneregeln beachtet, schützt seine Blase vor Krankheitserregern. Unterstützend wirkt auch der Preiselbeersaft. Denn Preiselbeeeren enthalten Stoffe, die verhindern können, dass sich die Bakterien in den Schleimhäuten einnisten und dort eine Entzündung auslösen.

Bei einer Blasenentzündung (Zystitis) ist die Schleimhaut (Urozystitis) oder die gesamten Wand (Panzystitis) der Harnblase entzündet. Ärzte bezeichnen die Blasenentzündung auch als Blasenkatarrh oder unteren Harnwegsinfekt.

Die Erreger der Blasenentzündung gelangen über die Harnröhre in die Blase. Steigen sie von der Harnblase über die Harnleiter weiter auf, können sie zu einer Nierenbeckenentzündung (sog. oberer Harnwegsinfekt) führen und in schweren Fällen eine Blutvergiftung (Urosepsis) auslösen.

Mediziner unterscheiden zwischen Blasenentzündungen, die akut auftreten oder chronisch immer wiederkehren.

Häufigkeit

Etwa 50 bis 70 Prozent aller Frauen sind mindestens einmal in ihrem Leben von einer Blasenentzündung betroffen. In ungefähr fünf bis zehn Prozent der Fälle treten die Blasenentzündungen wiederholt auf.

Bei etwa fünf Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter finden sich Bakterien im Urin (sog. Bakteriurie).

Das Risiko für eine Blasenentzündung nimmt während einer Schwangerschaft zu, weil der Harn nur noch relativ langsam durch die Harnwege durchfliessen kann. Der Harn staut sich mehr an, Keime verbleiben länger in der Harnblase und erhöhen das Risiko einer Infektion. Während einer Schwangerschaft entwickeln etwa 5 Prozent eine Blasenentzündung.

Bei Männern sind Infekte der Harnwege, die durch Bakterien ausgelöst werden, vor dem 50. Lebensjahr eher selten – ab dem 50. Lebensjahr treten sie allerdings vermehrt auf. Der Grund: Bei Männern über 50 kommt es häufiger zu Prostataerkrankungen. Hierbei vergrössert sich die Prostata in der Regel und engt die Harnröhre ein. Dies behindert den Harnabfluss, sodass sich neben Urin (Restharn) auch vermehrt Krankheitserreger in der Blase und Harnröhre sammeln und eine Entzündung auslösen können.

Eine akute Blasenentzündung (Zystitis) äussert sich meist durch folgende Symptome: ständiger Harndrang, wobei Betroffene bei jedem Toilettengang nur kleine Mengen Urin ausscheiden (sog. Pollakisurie). Schmerzen im Bereich des Unterbauchs: Sie entstehen durch krampfartiges Zusammenziehen der Harnblase während des Wasserlassens Brennen beim Wasserlassen und das Gefühl, dabei gegen einen Widerstand auspressen zu müssen. Mitunter befindet sich bei einer akuten Blasenentzündung Blut im Urin (Hämaturie). Wenn die Entzündung auch auf Nieren oder Prostata übergreift, können Symptome wie Fieber und Rückenschmerzen beziehungsweise Schmerzen in den Flanken hinzukommen.

Bei einer Blasenentzündung (Zystitis) stellt der Arzt die Diagnose in erster Linie aufgrund der Krankengeschichte (Anamnese), also der geschilderten Symptome, und einer Untersuchung des Urins.

Eitriger, blutiger oder faul riechender Urin geben ihm bereits deutliche Hinweise auf eine Blasenentzündung. Liegt eine Blasenentzündung vor, lässt sich in der Regel im Urin Folgendes feststellen:

  • weisse Blutkörperchen
  • vermehrter Schleim
  • abgestorbene Zellreste
  • mitunter rote Blutkörperchen
  • in den meisten Fällen lassen sich Bakterien im Urin nachweisen (sog. Bakteriurie)

Dauert eine Blasenentzündung länger an oder tritt sie wiederholt auf, kann der Arzt mit einer Blasenspiegelung (Zystoskopie) andere Ursachen wie einen gutartigen oder eventuell bösartigen Blasentumor ausschliessen. Während der Spiegelung kann er zudem Gewebeproben (sog. Biopsie) entnehmen und diese untersuchen lassen.

Auch infolge einer Chemotherapie, einer Bestrahlung (sog. radiogene Zystitis) und einer Tuberkulose kann sich eine Blasenentzündung entwickeln. In diesen Fällen findet man in der Frühphase der Infektion allerdings keine Bakterien im Urin.

Komplikationen

Behandelt man eine Blasenentzündung (Zystitis) rechtzeitig, nimmt sie in der Regel einen günstigen Verlauf und heilt innerhalb weniger Tage wieder aus.

Nur wenn Bakterien von der Harnblase aus über die Harnleiter auch in andere Organe aufsteigen, können Komplikationen entstehen.

Erreichen sie zum Beispiel die Nieren, können sie dort eine Nierenbeckenentzündung auslösen. Diese äusserst sich durch Fieber, Schüttelfrost und Beschwerden beim Wasserlassen. Ausserdem kann es zu Rückenschmerzen im Bereich der Nieren kommen. In äusserst seltenen, besonders schwerwiegenden Fällen kann ein akutes Nierenversagen auftreten. Eine Blutvergiftung (Sepsis) kann ebenfalls die Folge einer Blasenentzündung sein.

Tritt eine Blasenentzündung dauerhaft immer wieder auf und betrifft sie die ganze Wand der Blase, kann dies mit der Zeit das Organ schädigen: Das Gewebe der Blase kann absterben (sog. Nekrose) und verkalken beziehungsweise verhärten. In der Folge verkleinert sich die Harnblase (sog. Schrumpfblase). Nur in ganz schweren Fällen ist es nötig, die Harnblase durch eine Operation zu entfernen und den Harn dann künstlich abzuleiten.

Behandlung

Eine durch Bakterien verursachte Blasenentzündung muss meistens mit Antibiotika behandelt werden. Dabei ist je nach Schweregrad eine Einmaltherapie oder die Therapie über mehrere Tage sinnvoll. Zusätzlich ist gerade während der akuten Entzündung wichtig eine ausreichende Trinkmenge von mindestens zwei Litern am Tag zu sich zu nehmen.

Prophylaxe

Mit wenigen und einfachen Massnahmen können Sie sich vor einer Blasenentzündung (Zystitis) schützen:

Trinken Sie viel! Damit spülen Sie ihre Harnblase und Harnwege gut durch und scheiden Bakterien aus. Empfehlenswert sind circa 1,5 bis 2 Liter pro Tag.

Gehen Sie bei Harndrang möglichst zeitnah zur Toilette.

Besonders in der kalten Jahreszeit gilt: Ziehen Sie Kleidung an, die Sie ausreichend wärmt. Bauchfreie Tops sollten zum Beispiel im Winter tabu sein.

Benutzen Sie für Ihre Intimpflege keine parfümierten oder desinfizierenden Hygieneartikel.

Frauen, die anfälliger für eine Blasenentzündung sind, können noch Folgendes beachten:

Nach dem Stuhlgang ist es empfehlenswert, sich immer von der Scheide zum After zu säubern. Dadurch verhindern Sie, dass die schädlichen Bakterien in Ihre Harnröhre eindringen.

Besonders nach Anal- oder Oralverkehr empfiehlt es sich, für den vaginalen Geschlechtsverkehr Kondome zu verwenden.

Bestimmte Verhütungsmittel sind für Frauen, die zu Blasenentzündungen neigen, nicht empfehlenswert. Ungünstig sind zum Beispiel Diaphragmen und Vaginalzäpfchen, wohingegen Kondome besser vor den Erregern schützen.

Gehen Sie nach jedem Geschlechtsverkehr möglichst bald zur Toilette. Damit spülen sie mögliche Keime aus ihrer Harnröhre.

Frauen, bei denen eine Blasenentzündung chronisch immer wieder auftritt, können Folgendes tun:

Ergänzen Sie Ihre Ernährung mit Preiselbeer-Produkten, zum Beispiel Preiselbeersaft. Denn Preiselbeeren enthalten Stoffe, die verhindern können, dass sich Bakterien in die Schleimhäute der Harnwege einnisten und dort eine Entzündung auslösen.

Desweiteren ist eine «Impfung» der Blase, mit einzunehmenden Medikamenten möglich.

In einigen Fällen geben Mediziner Antibiotika über einen längeren Zeitraum hinweg (sog. Dauerbehandlung), um damit das wiederholte Auftreten einer Blasenentzündung zu unterbinden. Ausserdem besteht die Möglichkeit, Antibiotika nach dem Geschlechtsverkehr einzunehmen. Fragen Sie Ihren Arzt über die Möglichkeiten einer Antibiotika-Behandlung zur Vorbeugung chronisch auftretender Blasenentzündungen.

Die Blasenentzündung betrifft häufig Frauen in den Wechseljahren. Die Ursache ist ein möglicher Östrogenmangel. Das Einnehmen von Östrogenen kann hier Abhilfe schaffen.

Blasenentzündung beim Mann

Eine Blasenentzündung beim Mann deutet häufig auf eine andere Krankheit hin und sollte immer behandelt werden – so erkennen Sie die Erkrankung.

Frauen leiden viermal so häufig an einer Blasenentzündung wie Männer. Das liegt daran, dass die weibliche Harnröhre kürzer ist als die männliche und Krankheitserreger die Blase der Frau so leichter erreichen. Dennoch können auch Männer an einem Harnwegsinfekt erkranken.

Ursachen der Blasenentzündung beim Mann

Die Blasenentzündung beim Mann tritt selten vor dem 50. Lebensjahr auf, meist erkranken Männer zwischen 60 und 70. Die Ursache ist dann in vielen Fällen ein Prostataleiden, beispielsweise eine Entzündung der Prostata (Vorsteherdrüse). Auch eine gutartige Prostatavergrößerung kann zu einer Blasenentzündung beim Mann führen. Denn dieses häufig im Alter auftretende Phänomen führt dazu, dass der Harnabfluss gestört wird – betroffene Männer haben Probleme, ihre Blase vollständig zu leeren. In dem zurückbleibenden Harn können sich leicht Bakterien ansiedeln, die zu einer Blasenentzündung führen. Weitere begünstigende Faktoren einer Blasenentzündung beim Mann sind eine Unterkühlung, eine Abwehrschwäche oder Grunderkrankungen wie Diabetes.

Symptome der Blasenentzündung bei Männern

Symptome wie starker Harndrang, wenig Urin, Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, ungewollter Harnverlust oder Blut im Urin können auf eine Blasenentzündung beim Mann hindeuten. Betroffene sollten dann einen Urologen aufsuchen.

So wird eine Blasenentzündung beim Mann behandelt

Die Blasenentzündung beim Mann wird meist mit Antibiotika behandelt. Wichtig ist außerdem, die Ursache des Infekts zu ermitteln und diese zu behandeln – bei einer Prostatavergrößerung beispielsweise mit entsprechenden Medikamenten. Einige Hausmittel können Männer unterstützend anwenden, um ihre Beschwerden zu lindern, dazu zählen Tees mit Goldrutenkraut und Birkenblättern. Außerdem gilt: Viel trinken und den Unterleib immer warmhalten.

Blasenentzündung beim Mann • Symptome & die beste Behandlung

Schmerzen und Blut im Urin Blasenentzündung beim Mann: selten, aber extrem schmerzhaft

Die Symptome einer Blasenentzündung beim Mann umfassen brennende Schmerzen beim Pinkeln und manchmal auch Blut im Urin.

Nicht nur Frauensache: Eine Blasenentzündung ist beim Mann besonders gefährlich – weil sich die Infektion gern auf andere Organe ausbreitet.

In diesem Fall trifft die erhöhte Schmerzempfindlichkeit, die Männern gern angelastet wird – Stichwort „Männerschnupfen“ – definitiv nicht zu: bei der Blasenentzündung, medizinisch Zystitis. Zwar bekommen Männer im Vergleich zu Frauen wesentlich seltener einen Harnwegsinfekt als Frauen. Doch wenn er einmal eintritt, ist das bei Männern immer ein Fall für den Arzt, denn Selbstbehandlung reicht meistens nicht. Und: Zystitis beim Mann ist tatsächlich oft noch schmerzhafter als bei der Frau.

Wieso Männer seltener an Blasenentzündung leiden

Ursache ist die unterschiedliche Anatomie von Frau und Mann, die bei Frauen das Risiko für eine Blasenentzündung stark erhöht:

  • Ihre Harnröhre ist einige Zentimeter kürzer als die von Männern, Bakterien können schneller in die Blase aufsteigen. Beim Mann ist die Harnröhre relativ lang, durchläuft den Penis, und auf dem Weg nach oben vernichtet die lokale Abwehr normalerweise die Keime.
  • Die Harnröhrenöffnung befindet sich bei Frauen zudem nahe dem Anus, Darmbakterien können von dort rasch in die Harnröhre gelangen. Diese Gefahr besteht beim Mann nicht, weil der Abstand zwischen Harnröhrenöffnung und Anus viel größer ist.

Ursachen und Risikofaktoren der Blasenentzündung beim Mann

Die Auslöser einer Zystitis sind bei Mann und Frau im Prinzip identisch, nämlich Darmbakterien und andere Erreger, die im Intimbereich siedeln können:

  • 80 Prozent Darmbakterien wie Escherichia coli
  • zehn Prozent durch Staphylococcus saprophyticus
  • außerdem Enterobakterien wie Proteus mirabilis oder Klebsiellen
  • kalte Füße und/oder ein ausgekühlter Unterleib (etwa durch Sitzen auf einer Steintreppe, Schwimmen in kaltem Wasser, nasse Füße)
  • geschwächte Immunabwehr
  • schlechte Intimhygiene, auch nach dem Sex

erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mann sich eine Blasenentzündung einfängt.

Doch auch wenn all diese Risikofaktoren nicht beachtet werden: Junge Männer bekommen trotzdem nur sehr selten eine Blasenentzündung, die lange Harnröhre und der Abstand zum Anus schützen sie.

Männer ab 50 besonders gefährdet für Blasenentzündung

Anders ist das bei Männern über 50 Jahren. Viele haben dann bereits eine gutartige Prostatavergrößerung. Die Prostata oder Vorsteherdrüse bildet das Sekret, das die Spermien befördert, und ist außerdem am Testosteronstoffwechsel beteiligt. Weil die Drüse direkt unter der Blase liegt und die Harnröhre umschließt, kann eine vergrößerte Prostata den Harnabfluss stören. Es bleibt Restharn in der Blase, der Keimen einen Nährboden bietet. Eine Blasenentzündung beim Mann ist deshalb oft eines der ersten Symptome einer Prostatavergrößerung.

Anzeichen: Diese Symptome verraten einem Mann, dass er Blasenentzündung hat

Die Anzeichen der Zystitis sind beim Mann ähnlich wie bei der Frau, allerdings sind die Schmerzen viel ausgeprägter. Denn auch die Harnröhre ist entzündet und weil sie beim Mann länger ist als bei der Frau, tut damit auch der Penis weh. Weitere Symptome sind:

  • häufiger Harndrang
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Urin riecht unangenehm
  • Urin ist flockig, trüb und/oder dunkler als sonst
  • Ausfluss

Blasenentzündung beim Mann ist besonders gefährlich

Zusätzlich besteht bei Männern das große Risiko, dass durch die Blasenentzündung Komplikationen entstehen. Es können sich weitere Organe entzünden, vor allem die Prostata und die Samenleiter, aber auch Nieren und Nebenhoden.

Deshalb sprechen Ärzte bei Männern meist von einem „komplizierten Harnwegsinfekt“. Bei Frauen verläuft die Zystitis dagegen im Großteil der Fälle unkompliziert.

Die Anzeichen, dass sich beim Mann eine Blasenentzündung ausgebreitet hat, sind:

Bereits bei den ersten Anzeichen einer Blasenentzündung sollten Männer deshalb am besten direkt zum Urologen gehen und nicht abwarten, bis sich die Krankheit verschlimmert und womöglich schwerwiegende Folgen hat – im schlimmsten Fall droht eine Blutvergiftung.

Medikamente gegen Blasenentzündung: Meist sind Antibiotika nötig

Mit einem Urintest, einer Untersuchung des Prostatasekrets und einer Kontrolle der Prostata (Sonde über den Enddarm) kann der Urologe feststellen, ob eine Entzündung vorliegt, ob nur die Blase oder zusätzlich die Prostata betroffen ist, und welche Bakterien die Ursache sind. Entsprechend wird er Antibiotika verschreiben, etwa mit den Wirkstoffen Cephalosporin oder Fluorchinolon. In der Regel dauert die Behandlung damit fünf bis zehn Tage, also etwas länger als bei Frauen.

Die einfache Erklärung, warum Männer die Medikamente länger einnehmen müssen: Bei der Blase handelt es sich um ein Hohlorgan, bei der Prostata um ein Gewebeorgan. Bei einer Zystitis ist also weniger Gewebe entzündet als bei der häufigen Mitbeteiligung der Vorsteherdrüse. Die Keime gelangen rascher in den Blutkreislauf und können sich auf die Nachbarorgane ausbreiten. Um die Blasenentzündung beim Mann erfolgreich zu bekämpfen, ist deshalb eine größere Menge Antibiotika nötig als bei der Frau.

Hausmittel gegen Blasenentzündung beim Mann

Das ist auch der Grund dafür, warum die bekannten Hausmittel gegen Blasenentzündung bei Männern oft zu wenig ausrichten. Sie sollten bei den Anzeichen einer Zystitis also lieber nicht lange mit Hausmitteln experimentieren. Meist ist bei ihnen nämlich neben der Harnblase ein weiteres Organ entzündet. Deshalb sind der Termin beim Urologen, eine sorgfältige Diagnostik und die entsprechenden Medikamente unumgänglich, um massive Schmerzen und Folgekrankheiten zu verhindern.

Allerdings können manche das Abheilen während der Behandlung mit Antibiotika unterstützen und sind auch zur Vorbeugung nützlich. Dazu gehören:

  • viele warme Getränke
  • Unterleib warm halten (zum Beispiel mit Wärmflasche oder Heizkissen)
  • harntreibende Heilkräuter wie Hauhechel, Goldrute, Birkenblätter, Löwenzahn und Brunnenkresse sorgen als Blasentee dafür, dass der Urin die Blase zügiger passiert. Dabei werden nicht nur Keime ausgeschieden, sondern auch Restharn ständig erneuert, und die Krankheitserreger können sich nicht so gut vermehren.

Von Honig bis Thymian: Pflanzliche Antibiotika

Zur täglichen Routine sollte für jeden Mann gehören, die Vorhaut (Eichel bis zur Furche) unter warmem, fließendem Wasser zu reinigen. Vor und nach dem Geschlechtsverkehr sollte dies übrigens ebenfalls selbstverständlich sein, um die schmerzhafte Blasenentzündung beim Mann, aber auch andere Infektionen zu vermeiden!