Blasenentzündung männer blut

Blasenentzündung männer blut

Harnweginfekte bei Männern

Hinter einer Blasenentzündung steckt meist die Prostata

15.03.2018, 08:33 Uhr | Andrea Goesch, t-online.de

Eine Blasenentzündung bei Männern ist seltener als bei Frauen, dafür aber langwieriger und schmerzhafter. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Männer leiden deutlich seltener an einer Blasenentzündung als Frauen. Erwischt es sie trotzdem, sind ihre Beschwerden aber stärker. Was viele nicht wissen: Ein Harnweginfekt wird bei Männern meistens durch ein Prostataleiden ausgelöst. Erfahren Sie hier mehr.

Starker Harndrang, wenig Urin sowie Schmerzen beim Wasserlassen oder Blut im Urin – all diese Symptome weisen auf eine Zystitis, so der medizinische Fachausdruck für eine Blasenentzündung, hin. Die Blasenentzündung sollte dringend vom Arzt abgeklärt werden. Grundsätzlich leiden Männer etwa viermal seltener an einer Blasenentzündung als Frauen: Denn die lange männliche Harnröhre sorgt dafür, dass die Bakterien nicht so schnell den Weg zur Blase finden. Die weibliche Harnröhre hingegen ist relativ kurz, so dass eindringende Keime schneller die Blase erreichen können.

Schuld für den Infekt an der Blase und Harnröhre sind die sogenannten Escherichia Coli-Bakterien, die in der natürlichen Darmflora eines Menschen zu finden sind. Zu Komplikationen führen sie nur, wenn sie den Weg zur Harnröhre finden.

„Eingangspforte für Bakterien“

Bei Männern hat eine Blasenentzündung häufig jedoch eine andere Ursache: „Bei ihnen entzündet sich so gut wie nie die Blase, sondern fast immer die Prostata als der Blase vorgeschaltetes Organ“, erklärt Dr. Wolfgang Bühmann, Pressesprecher des Berufsverbands der Deutschen Urologen e.V. Das auch als „Vorsteherdrüse“ bekannte Organ sei eine ideale „Eingangspforte für Bakterien“.

Vergrößerte Prostata stört den Harnabfluss

Bei älteren Männern komme ein weiteres Risiko hinzu: Mit zunehmendem Alter vergrößert sich die Prostata, jeder zweite Mann über 50 Jahren ist davon betroffen. Aufgrund der vergrößerten Prostata findet eine Harnröhrenverengung statt, was dazu führen kann, dass der Urin nicht mehr normal aus der Blase fließen kann und Urinreste zurückbleiben. Wird die Blase aber nicht vollständig entleert, kann es dann zu Harnweginfektionen kommen. Der Restharn, der in der Blase zurückbleibt, ist ein idealer Nährboden für Bakterien, durch die eine Blasenentzündung entstehen kann.

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Die Prostatavergrößerung an sich sei nicht gefährlich, sondern gehöre zum normalen Alterungsprozess wie „graue Haare“ und „Falten“, sagt Bühmann. Ein Zusammenhang zwischen einer gutartigen Prostatavergrößerung und Prostatakrebs ist nicht nachgewiesen.

Kälte im Beckenbereich ist Gift

Faktoren, die eine solche Entzündung begünstigen, sind unter anderem Kälte im Beckenbereich, ausgelöst durch eine nasse Badehose, oder langes Sitzen auf einer kalten Bank. Sie führen zu einer mangelhaften Durchblutung des kleinen Beckens, so dass sich Keime schneller vermehren können und eine Infektion auslösen.

Aber auch durch eine allgemeine Schwäche des Immunsystems kann sich die Harnblase schneller mit den Krankheitserregern infizieren. Bei geschwächter Immunabwehr in Folge einer Erkrankung oder manchmal auch ein Blasenkatheter können ebenfalls eine Ursache dafür sein, dass Bakterien in die Vorsteherdrüse dringen und eine Entzündung hervorrufen.

Auch häufiger Geschlechtsverkehr ist ein potentieller Risikofaktor: Durch den Austausch von Körperflüssigkeiten kann man sich beim Sex häufiger mit den Bakterien anstecken.

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Schmerzen, Fieber und Schüttelfrost

Harnweginfekte bei Männern können sehr viel unangenehmer als bei Frauen sein und oft mit heftigen Schmerzen einhergehen. Neben starkem Brennen beim Urinieren kommt häufig noch Fieber dazu, auch Schüttelfrost und ein allgemeines Krankheitsgefühl treten beim „starken“ Geschlecht dabei häufig auf.

„Das liegt daran, dass nicht die Blase als ‚Hohlorgan‘, sondern die Prostata als ‚Gewebeorgan‘ entzündet ist“. erklärt Bühmann. „Daher findet die Entzündung eher Anschluss an den Blutkreislauf und führt neben den Schmerzen beim Wasserlassen zur Keimeinschwemmung im ganzen Körper.“

Kompliziert und langwieriger als bei Frauen

Gefährlich kann es werden, wenn eine Prostataentzündung (Prostatitis) nicht auskuriert wird und sich auf die Nieren ausbreitet. Bei schweren Verläufen ist sogar eine Blutvergiftung möglich. Daher ist es ratsam, bei Beschwerden wie schmerzhaftem Wasserlassen und verstärktem Harndrang schnell einen Urologen aufzusuchen.

Wird die Prostataentzündung behandelt, dauert es in der Regel sieben bis zehn Tage, bis sie ausgeheilt ist. Zum Vergleich: Eine Blasenentzündung bei Frauen hält im Durchschnitt drei bis fünf Tage an.

Untersuchung und Behandlung: Das macht der Arzt

Wenn der Arzt als Ursache der Blasenentzündung eine Prostatitis ausgemacht hat, ist eine medikamentöse Therapie angesagt. „Eine Prostataentzündung bei Männern erfordert praktisch immer eine Antibiotika-Therapie, weil sie häufig nicht nur das Organ Prostata krank macht, sondern den ganzen Körper“, sagt Bühmann. Eine einfache Blasenentzündung dagegen könne auch ohne Antibiotika unter der Anwendung wirksamer pflanzlicher Substanzen ausheilen.

Zur Selbstheilung eignen sich Hausmittel, wenn die ersten Anzeichen rechtzeitig entdeckt werden. Dabei haben sich spezielle Blasen- und Nierentees bewährt. Tees, zum Beispiel mit Birkenblättern, unterstützen nicht nur das Ausspülen der Erreger aus dem Körper, sondern bekämpfen auch die Entzündung und den Schmerz. Wichtig bei einer Blasenentzündung ist grundsätzlich: Viel trinken und darauf achten, den Unterleib warm zu halten um ihn vor einer Unterkühlung zu bewahren.

Ist die Blasenentzündung jedoch nach einigen wenigen Tagen nicht ausgeheilt, ist der Besuch beim Arzt sowie die Einnahme von Medikamenten wohl unausweichlich – denn wird die Blasenentzündung nicht behandelt, kann sie sich auf die Niere auswirken und eine Nierenbeckenentzündung auslösen, die schwere Folgen für den Körper mit sich bringen kann.

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Blasenentzündung – Blut im Urin: ab zum Arzt?

Wann eine Blasenentzündung gefährlich wird, wie Sie Blut im Urin richtig einordnen, wann Sie selbst mit pflanzlichen Arzneimitteln behandeln können und wann Antibiotika nötig sind: Unser Überblick hilft bei der Entscheidung.

Blasenentzündung: Blut im Urin, Fieber, strenger Geruch – wann wird’s gefährlich?

Woher weiß ich, ob eine Selbst-Behandlung der Blasenentzündung-Beschwerden – zum Beispiel mit Hausmitteln oder rezeptfreien pflanzlichen Arzneimitteln – nicht mehr ausreicht und ich mich in ärztliche Hände begeben sollte?

Checkliste: Mit diesen Blasenentzündung-Symptomen müssen Sie zum Arzt

Unsere Liste sensibilisiert dafür, wann ein Arztbesuch angezeigt ist.

1. Dreitageregel

Die Blasenentzündung hält länger als drei Tage an: Der Arzt wird entscheiden, ob eine Behandlung mit Antibiotika notwendig ist.

2. Blasenentzündung: Blut im Urin, was heißt das?

Ist bei einer Blasenentzündung Blut im Urin, sind die Blase oder die Nieren mit Sicherheit erkrankt. Immer, wenn im Urin Spuren von Blut auftauchen, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen – auch, wenn Blasenentzündung-Symptome wie Brennen beim Wasserlassen fehlen, können Erkrankungen wie Prostatakrebs, Diabetes mellitus oder Nierensteine dahinter stecken.

3. Urin ist getrübt

Es ist zwar kein Blut im Urin, aber der Urin ist sehr trübe und riecht unangenehm: Dies deutet auf einen schwereren Infekt hin.

Es kommt Fieber hinzu: Auch erhöhte Temperatur ist ein Anzeichen für eine Nierenbeckenentzündung.

5. Rückenschmerzen

Die Schmerzen steigen ins Becken oder den unteren Rücken auf: Hier sollte ein Arzt prüfen, ob sich eine Nierenbeckenentzündung entwickelt hat.

6. Chronische Krankheit

Sie haben Diabetes und eine akute Blasenentzündung? Verzichten Sie auf Selbstmedikation, gehen Sie zum Arzt. Sie nehmen Mittel zur Immun-Unterdrückung – beispielsweise wegen einer Autoimmunerkrankung wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder Lupus erythematodes – oder leiden an einer Abwehr-Schwäche: In diesem Fall ist die Einnahme von Antibiotika nötig.

Beim Mann sollten Blasenenentzündung, Blut im Urin und alle Veränderungen beim Wasserlassen immer direkt mit einem Urologen besprochen werden © Fotolia

7. Schwangerschaft

Sie sind schwanger? Ein unbehandelter Infekt kann vorzeitige Wehen auslösen. Sie sollten das besser vom Arzt kontrollieren lassen.

8. Sie sind ein Mann

Beim Mann sollten Blasenenentzündung, Blut im Urin und alle Veränderungen beim Wasserlassen immer direkt (ohne drei Tage abzuwarten oder Hausmittel und Selbstmedikation zu probieren) mit einem Urologen besprochen werden. Er wird die Ursache abklären und darauf abgestimmt die richtige Behandlung veranlassen.

Warum Frauen anfälliger sind

Dass Frauen häufiger von einer Blasenentzündung betroffen sind, liegt vor allem am Körperbau: Die weibliche Harnröhre ist mit etwa vier Zentimeter Länge wesentlich kürzer als die männliche (etwa 20 cm). Bakterien können so schneller vom Darmausgang in die Blase gelangen. Auch ein sinkender Östrogenspiegel nach den Wechseljahren sorgt für erhöhte Anfälligkeit. Denn das Hormon hilft dabei, eine natürliche Schutzbarriere gegenüber Erregern aufzubauen.

Blut im Urin (Hämaturie)

Hinter Blut im Urin (Hämaturie) können viele verschiedene Ursachen stecken. Häufig ist eine Erkrankung der Blase oder der Nieren Auslöser der Beschwerden. Bei Männern kommen außerdem noch Erkrankungen der Prostata als Ursache in Frage. In einigen Fällen können aber auch bei gesunden Personen Spuren von Blut im Urin auftreten. Wenn Sie bei sich eine Rotfärbung des Urins bemerken, sollten Sie trotzdem sicherheitshalber zum Arzt gehen. Er kann ausschließen, dass sich hinter Ihren Beschwerden eine ernsthafte Erkrankung verbirgt.

Ursachen von Blut im Urin

In vielen Fällen ist eine Erkrankung der Harnwege für das Auftreten von Blut im Urin verantwortlich. Darunter fallen Erkrankungen der Nieren und des Nierenbeckens, der Harnblase sowie von Harnleiter und Harnröhre. Daneben kommen aber auch noch andere Auslöser in Frage. Zu den häufigsten Ursachen zählen:

  • Blasenentzündung
  • Harnröhrenentzündung
  • Nieren- und Nierenbeckenentzündung
  • Blasen- oder Nierensteine
  • Tumore
  • Verletzungen der Organe des Harnsystems
  • Gefäßerkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen

Allerdings muss hinter Blut im Urin nicht immer eine Erkrankung stecken. So können auch bei gesunden Menschen in bestimmten Situationen – etwa nach einer körperlichen Anstrengung – Spuren von Blut im Urin auftreten. Ebenso können die Beschwerden durch die Einnahme bestimmter Medikamente verursacht werden.

Blut im Urin ist nicht immer sichtbar

Grundsätzlich wird zwischen zwei verschiedenen Formen von Blut im Urin unterschieden: Der Mikrohämaturie und der Makrohämaturie. Bei ersterer ist das Blut nicht sichtbar, es ist nur durch einen Urin-Teststreifen oder eine mikroskopische Untersuchung feststellbar. Bei letzterer ist der Urin dagegen rot verfärbt und das Blut somit auf den ersten Blick erkennbar. Allerdings bedeutet eine Makrohämaturie nicht, dass große Mengen an Blut verloren werden: Bereits ein halber Milliliter Blut genügt nämlich, um den Urin rötlich zu verfärben.

Übrigens: Ein rot gefärbter Urin muss nicht immer ein Hinweis auf eine Blutung sein. Der Urin kann vielmehr auch durch den Genuss von bestimmten Lebensmitteln – etwa Roter Beete – hervorgerufen werden. Bedenken Sie deswegen auch immer, was Sie gegessen haben.

Blut im Urin bei Frauen

Welche Ursachen hinter Blut im Urin stecken, ist auch vom Geschlecht abhängig. So kann bei Frauen das Symptom beispielsweise durch die Monatsblutung hervorgerufen werden. Achten Sie deswegen darauf, ob Sie bei sich auch unabhängig von der Monatsblutung Blutspuren im Urin feststellen.

Treten neben Blut im Urin auch häufiger Zwischenblutungen und Unterleibsschmerzen auf, kann dies auf eine Endometriose hinweisen. Darunter versteht man das Wachstum von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter. Bei Frauen ist eine Hämaturie außerdem deutlich häufiger die Folge einer Blasenentzündung als bei Männern.

Wenn Frauen während der Schwangerschaft Blut im Urin bemerken, sollten sie dies immer ärztlich abklären lassen. Meist stecken hinter den Beschwerden jedoch eine relativ harmlose Ursache: Neben einer Blasenentzündung können die Beschwerden auch durch eine zu hohe körperliche Anstrengung hervorgerufen werden.

Blut im Urin bei Männern

Bei Männern weist Blut im Urin häufig auf eine Erkrankung der Prostata hin. Hier kommen als Ursache unter anderem eine Entzündung der Prostata (Prostatitis), eine gutartige Vergrößerung der Prostata (Prostatahyperplasie) sowie eine krankhafte Erweiterung der Venen in der Prostata (Prostatavarizen) in Frage. Daneben kann eine Hämaturie aber auch auf eine Prostatakrebs-Erkrankung hindeuten. Deswegen sollten Männer genau wie Frauen Blutspuren im Urin immer ärztlich abklären lassen.

Blut im Urin bei Kindern

Blut im Urin kann bei Kindern genau wie bei Erwachsenen verschiedenste Ursachen haben. Generell gilt, dass Sie immer einen Arzt aufsuchen sollten, wenn Sie bei Ihrem Kind Blutspuren entdecken. Häufig steckt eine Entzündung hinter den Beschwerden – eine solche sollte bei Kindern immer ernster genommen werden als bei Erwachsenen.

Als weitere Ursachen kommen unter anderem Zystennieren in Frage – eine Gruppe angeborener Erkrankungen der Nieren. Sie treten zwar häufiger bei Erwachsenen auf, können sich aber bereits im Kindesalter bemerkbar machen. Bei kleineren Kindern – vor allem zwischen zwei und vier Jahren – kann auch der Wilms-Tumor, ein bösartiger Tumor der Niere, den Auslöser darstellen.

Zur Sicherheit zum Arzt

Wenn Sie bei sich Blut im Urin feststellen, sollten Sie sicherheitshalber immer einen Arzt aufsuchen. Denn hinter einer Rotfärbung des Urins können auch ernsthafte Erkrankungen stecken. Der Arzt kann feststellen, welche Ursachen für die Blutspuren verantwortlich sind und eventuell eine entsprechende Behandlung einleiten.

Zunächst wird der Arzt durch eine gezielte Befragung versuchen, den Auslöser der Beschwerden einzugrenzen. Dabei wird er Ihnen Fragen wie die folgenden stellen:

  • Wann haben Sie zum ersten Mal bemerkt, dass Ihr Urin rötlich verfärbt ist? Wie häufig treten die Beschwerden auf? Wie stark ist der Urin verfärbt?
  • Besteht bei Ihnen eine Vorerkrankung bezüglich des Harnwegsystems?
  • Nehmen Sie bestimmte Medikamente ein, die die Blutgerinnung beeinflussen?
  • Hatten Sie einen Unfall oder haben Sie sich verletzt?
  • Haben Sie Schmerzen beim Wasserlassen oder verspüren Sie beim Wasserlassen ein Brennen?

Weitere Untersuchungen

Anschließend kann der Arzt durch einen Ultraschall Blase, Harnleiter und Nieren genauer untersuchen. Vermutlich wird er Sie auch um eine Urinprobe bitten. Diese kann anschließend auf rote und weiße Blutkörperchen sowie Eiweiße untersucht werden. Ein erhöhter Wert an weißen Blutkörperchen (Leukozyten) weist beispielsweise auf einen Harnwegsinfekt hin – kann aber auch bei einer ernsthaften Nierenerkrankung auftreten.

Je nach Ergebnis von Befragung, Ultraschall und Urinprobe können weitere Untersuchungen nötig werden. Dazu zählen eine Röntgen-Untersuchung, eine Magnetresonanztomographie, eine Computertomographie, eine Blasenspiegelung sowie eine Biopsie der Niere.

Behandlungsmöglichkeiten

Welche Behandlungen bei Blut im Urin in Frage kommen, hängt immer von der Ursache ab, die hinter den Beschwerden steckt:

  • Blasenentzündung: Eine Blasenentzündung sowie andere bakterielle Harnwegsinfekte lassen sich durch die Gabe von Antibiotika behandeln.
  • Nierenentzündung: Bei einer Nierenentzündung können die Beschwerden durch die Gabe von Medikamenten mit Kortison oder Azathioprin gelindert werden, da diese eine immunsuppressive Wirkung haben.
  • Nierenbeckenentzündung: Ähnlich wie bei einer Blasenentzündung werden auch bei einer Nierenbeckenentzündung Antibiotika verabreicht. Je nach Schwere der Erkrankung muss eventuell eine Behandlung im Krankenhaus erfolgen.
  • Nieren- oder Blasensteine: Gehen die Steine nicht von alleine ab, ist eine Behandlung nötig. Neben der Einnahme von alkalisierenden Medikamenten kommen eine Stoßwellentherapie oder eine Operation in Frage.
  • Tumore: Je nach Art, Stadium und Größe des Tumors sind verschiedene Behandlungen denkbar. Oftmals ist eine Operation mit einer anschließenden Bestrahlung oder Chemotherapie nötig.